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	<title>Der Blog: Schwedenkräuter &#187; Blähungen</title>
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	<description>Blog von Apothekerin Martina Pröger</description>
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		<title>Kümmel</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 08:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Heilpflanze mit einer Jahrtausende alten Tradition!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kümmel kennt jeder, aber nicht jeder mag ihn. In der Küche wird er vielfältig eingesetzt, sei es in verschiedenen Brotsorten, in Sauerkraut, schweren Speisen, Gulasch oder Schnäpsen und Likören. Hier nutzt man die ihm zugeschriebenen verdauungsfördernden Eigenschaften. Auch in der Naturheilkunde findet man Kümmel insbesondere zur Anwendung bei Verdauungsbeschwerden, aber auch bei Rheuma oder Zahnschmerzen. Ausgrabungen belegen seine Verwendung bereits vor Christi Geburt.<span id="more-1515"></span>Kümmel (<em>Carum carvi</em>), der auch Wiesenkümmel oder Gemeiner Kümmel genannt wird, ist eine mehrjährige etwa 1 m hohe Pflanze. Er wächst in Wiesen oder an Waldrändern in Europa wie z. B. Deutschland, Polen oder den Niederlanden, sowie in Vorderasien.</p>
<p>Kümmel besitzt kleine weiß bis schwach rosa gefärbte Blüten. Genutzt wird die Kümmelfrucht, die circa 3-6 mm lang und 1 mm dick ist. <a href="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/219932_R_K_by_segovax_pixelio.de_.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1600" title="Kümmel" src="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/219932_R_K_by_segovax_pixelio.de_.jpg" alt="" width="265" height="199" /></a>Sie ist sichelförmig gekrümmt und trägt auf der Oberseite leichte Fugen. Kümmel schmeckt würzig und riecht aromatisch.</p>
<p>Als Hauptinhaltsstoffe findet man ätherisches Öl; zusätzlich enthält die Frucht fettes Öl, Kohlenhydrate und Flavonoide. Im Versuch zeigt das ätherische Öl des Kümmels eine entkrampfende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt sowie leichte antibakterielle Effekte. Hieraus ergibt sich die Anwendung von Kümmel bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, bei Blähungen und Völlegefühl.</p>
<p>Ähnlich wie <a href="/?p=235">Fenchel</a> und Anis, mit denen Kümmel häufig als Tee gemischt wird, sollten die Früchte erst kurz vor dem Gebrauch gequetscht oder angestoßen und dann mit kochendem Wasser übergossen werden. Abgedeckt ziehen lassen. Nach 10 bis 15 Minuten kann man den Tee durch ein Teesieb abgießen.</p>
<p>Kümmel eignet sich auch sehr gut zur Behandlung von Säuglingen, beispielsweise bei den Drei-Monats-Koliken. Neben Kümmeltee finden sich ebenfalls Kümmelzäpfchen für Säuglinge und Kleinkinder und die sogenannte Windsalbe, die ebenso Kümmelöl enthält und auf dem Bauch des Säuglings einmassiert wird. Außerdem gibt es verschiedene Arzneimittel in Tropfenform, die Kümmel enthalten.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bild: ©segovax / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a></span></p>
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		<title>Lavendel</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 09:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hört man das Wort Lavendel, denkt man an riesige, violette, wohlduftende Felder in Südfrankreich, die allein durch ihren Anblick und ihren Geruch eine beruhigende Wirkung ausüben. Die volkstümlichen Namen des Lavendels wie etwa Nervenkräutel oder Schwindelkraut deuten auf einige seiner Einsatzmöglichkeiten hin. Jedoch zeigt der Lavendel noch deutlich mehr Wirkungen. Lavendel (Lavandula angustifolia) ist ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hört man das Wort Lavendel, denkt man an riesige, violette, wohlduftende Felder in Südfrankreich, die allein durch ihren Anblick und ihren Geruch eine beruhigende Wirkung ausüben. Die volkstümlichen Namen des Lavendels wie etwa Nervenkräutel oder Schwindelkraut deuten auf einige seiner Einsatzmöglichkeiten hin. Jedoch zeigt der Lavendel noch deutlich mehr Wirkungen.<span id="more-1257"></span></p>
<p>Lavendel (<em>Lavandula angustifolia</em>) ist ein 0,5 bis 1 m hoher Strauch mit schmalen, grau-grünen, lanzettlichen, behaarten Blättern und kleinen violetten Blüten. Er besitzt einen charakteristischen, intensiven, aromatisch-duftenden Geruch, den die meisten Menschen als angenehm bezeichnen. Probiert man die Blüten, so schmecken diese bitter. Heimisch ist die Pflanze im Mittelmeergebiet; dort wird sie auch in großem Umfang kultiviert.</p>
<p>Die Hauptinhaltsstoffe des Lavendels sind ätherische Öle mit Linalool und Cineol, die für den charakteristischen Geruch verantwortlich sind. Darüber hinaus findet man Gerbstoffe, Flavonoide und Spuren an Phytosterolen (Hormonähnliche Stoffe).</p>
<p>Die Wirkungen des Lavendels sind vielfältig und intensiv erforscht; hierzu zählen u.a. positive Effekte bei Einschlafstörungen, Unruhezuständen, Oberbauchbeschwerden wie Blähungen, nervöse Darmbeschwerden und nervöser Reizmagen. Selbst bei Angstzuständen führt der Einsatz von hoch dosierten Präparaten oftmals zur Besserung. Angewendet wird Lavendel in Form von Teeaufgüssen, Badezusätzen, Duftkissen und inzwischen auch in Form von Kapseln. Der Lavendel wurde im Jahr 2008 durch eine Fachjury aufgrund seiner vielfältigen Effekte zur Heilpflanze des Jahres gewählt.</p>
<p>Ebenso wie in der Medizin spielt der Lavendel auch in der Küche eine wichtige Rolle. Gerade in Frankreich, Italien oder Spanien nutzt man ihn zur Verfeinerung von Eintöpfen, Soßen und Fleischgerichten, ja sogar Eis wird mit Lavendel aromatisiert.</p>
<p>Natürlich kommt auch die Parfum-Herstellung nicht ohne den Duft des Lavendels aus. Motten jedoch mögen diesen Geruch scheinbar nicht, denn Lavendelsäckchen im Kleiderschrank dienen als natürlicher Mottenschutz und auch anderes Ungeziefer meidet dieses <a href="/?p=1099">natürliche insektenabweisende Mittel</a>.</p>
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		<title>Ingwer</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 20:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Medizinisch und pharmazeutisch gesehen ein alter Hase!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren hat der Ingwer – ähnlich wie das Zitronengras – die Küche überrollt. Kaum ein auch nur im Entferntesten asiatisch angehauchtes Gericht kommt ohne ihn aus. Aus medizinischer bzw. pharmazeutischer Sicht jedoch ist der Ingwer ein ganz alter Hase, und das nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).<span id="more-1250"></span></p>
<p>Ingwer (<em>Zingiber officinale</em>) ist eine tropische Rhizompflanze, die bis zu 20 cm lange Lanzetten-ähnliche Blätter und gelbviolette Blüten trägt. Beheimatet ist sie im tropischen Südostasien, wobei ihre ursprüngliche Wildform allerdings unbekannt ist.</p>
<p>In Indien und China wird der Ingwer bereits seit Jahrhunderten kultiviert. Als qualitativ hochwertig gilt insbesondere der Jamaika-Ingwer, der auch dem Deutschen bzw. dem Europäischen Arzneibuch entspricht. Man verwendet hier Teile des getrockneten Wurzelstocks, der einen aromatischen Geruch und einen brennend scharfen Geschmack besitzt. Vielen Hobbyköchen ist dieser scharfe Geschmack bekannt, da er oftmals unterschätzt wird und somit so manche Speise schärfer wird als ursprünglich geplant.</p>
<p>Die Hauptinhaltsstoffe des Ingwers sind ätherische Öle und nicht flüchtige Scharfstoffe.</p>
<p>Seit langem bekannt ist die positive Wirkung des Ingwers auf die Verdauung des Menschen. So setzt man ihn erfolgreich ein zur Behandlung von dyspeptischen Beschwerden (Verdauungsbeschwerden) wie z. B. Aufstoßen, Blähungen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder Brechreiz.</p>
<p>Auch zur Behandlung von Reisekrankheit mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen hat Ingwer sich bewährt. Um hier ausreichend große Mengen an Wirkstoff aufzunehmen, empfiehlt sich der Einsatz eines Fertigarzneimittels in Form von Tabletten oder Kapseln. Bei leichteren Beschwerden hilft oftmals auch die Anwendung eines Tees.</p>
<p>Weitere Untersuchungen des Ingwers und einiger seiner isolierten Inhaltsstoffe sind vielversprechend, jedoch noch nicht abschließend geklärt, so z. B. die Wirkung auf den Blutdruck, eine entzündungshemmende Wirkung und sogar Hinweise auf einen möglichen Krebsschutz.</p>
<p>Bis weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann man ihn auf jeden Fall ohne Bedenken in der nächsten Kürbissuppe, dem asiatischen Pfannengericht oder einfach pur mit kochendem Wasser übergossen als Tee genießen.</p>
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		<title>Currypulver</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2010/08/22/currypulver/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 21:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Currywurst und indisches Curry als Medizin?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine schöne Vorstellung mit dem deutschen Nationalgericht etwas für die Gesundheit zu tun, denn Currypulver ist eine Mischung verschiedener Gewürze, zu denen in erster Linie Curcuma sowie Koriander, schwarzer Pfeffer, Bockshornklee, Ingwer, Kardamom und Salz zählen. <span id="more-1094"></span></p>
<p>Je nach Rezeptur und Herkunft können in einem Currypulver bis zu 66 verschiedene Zutaten enthalten sein. Hauptbestandteil und Farbgeber ist das Pulver des Curcumawurzelstocks oder auch Gelbwurzel (<em>Curcuma domestica</em>) genannt. Diese tropische Rhizomstaude wird in Asien und Afrika kultiviert, und die getrocknete Wurzel wird für die Gewürz- und Arzneimittelherstellung importiert.</p>
<p>Hauptinhaltsstoff ist der leuchtend gelbe Farbstoff Curcumin, dem man vielseitige Wirkungen zuordnen kann. Curcumin zeigt in Versuchen positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden im Oberbauch, die mit Aufstoßen, Blähungen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder Brechreiz einhergehen können, bei Störungen des ableitenden Gallensystems oder bei Blähungen. Weitere Untersuchungen belegen entzündungshemmende und auch tumorhemmende Effekte im Zellversuch und im Tier.</p>
<p>Inwieweit diese hoffnungsvollen Ergebnisse für den Menschen und die Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten eine Rolle spielen, ist noch nicht ausreichend erforscht. Arzneimittel mit Curcumin zur Behandlung von Entzündungen oder Krebs sind leider noch nicht in Sicht. Allerdings zeigt sich erneut, dass die Natur eine Vielzahl von Heilmitteln bereit hält, von denen eine große Menge noch nicht ausreichend untersucht ist.</p>
<p>Es gilt: würzen mit Currypulver und ähnlichen Gewürzen ist gesund. Der Verzehr einer Currywurst sollte jedoch nicht als Medizin angesehen werden und eher eine Ausnahme darstellen.</p>
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		<title>Divertikel</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2010/03/15/divertikel/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 17:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Problematische Darm-Ausstülpungen, die zu einer Entzündung, der Divertikulitis, führen können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter Divertikeln versteht man Ausstülpungen der Schleimhaut bzw. Darmwand des Dickdarms. Diese Ausstülpungen sind nicht von Geburt an im Darm anzutreffen, sondern entwickeln sich im Laufe des Lebens mit zunehmendem Alter. <span id="more-974"></span>So zeigen etwa 50 % der Menschen nach dem 60. Lebensjahr in den westlichen Industriestaaten bei einer Darmspiegelung Divertikel; die Ausprägung und die Anzahl der „Problemstellen“ im Darm können jedoch sehr unterschiedlich sein.</p>
<p>Gründe für die Entstehung und das häufigere Vorkommen in den Industriestaaten werden in der ballaststoffarmen Ernährung gesehen. So zeigen sich z.B. bei Vegetariern häufig weniger Probleme. Besonders betroffen sind der S-förmige Teil (<em>Sigma</em>) und der absteigende Ast (<em>Colon</em> <em>descendens</em>) des Dickdarms. Oftmals werden die Divertikel bei einer <a href="/?p=609">Routinedarmspiegelung</a> entdeckt; das bloße Vorhandensein ohne Beschwerden hat allerdings keinen Krankheitswert.</p>
<p>Es ist jedoch möglich, dass es zu Ablagerungen mit Darminhalt bzw. Kot kommen kann, da sich die Ausstülpungen selber nicht aktiv entleeren können. Dringen dann Bakterien in die Darmwand ein, kann sich eine Entzündung ausbilden, und die <strong>Divertikulitis</strong> ist entstanden. Diese äußert sich durch Schmerzen im linken Unterbauch, Stuhlentleerungsstörungen &#8211; zumeist Verstopfung, aber auch oft im Wechsel mit Durchfällen und Blähungen. Weitere Probleme können entstehen, wenn es zu größeren Eiteransammlungen im Darm kommt oder im schlimmsten Fall sogar zu einem Darmdurchbruch.</p>
<p>Behandelt wird die Divertikulitis mit Antibiotika; bei mehrmaligem Auftreten wird den Patienten zu einer operativen Entfernung des betroffenen Darmabschnittes geraten.</p>
<p>Der Gang zur regelmäßigen <a href="/?p=609">Darmspiegelung</a> kann oftmals helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.</p>
<p>Siehe auch: <a title="Permanent Link: Blinddarmentzündung, Wurmfortsatzentzündung und Appendizitis" rel="bookmark" href="http://www.schwedenkraeuter.eu/2009/09/29/blinddarmentzuendung-wurmfortsatzentzuendung-und-appendizitis/">Blinddarmentzündung, Wurmfortsatzentzündung und Appendizitis</a></p>
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		<title>Ätherische Öle</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2010/03/01/aetherische-oele/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 15:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Husten]]></category>
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		<description><![CDATA[Ihr Einsatz ist vielfältig, ob als Wirkstoff oder Duftstoff - aber auch nicht unumstritten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ätherische Öle umgeben uns ständig; meist heilen oder lindern sie, manchmal reizen sie aber auch. Ätherische Öle werden von Pflanzen in speziellen Öldrüsen gebildet und befinden sich in den verschiedenen Pflanzenteilen wie etwa den Blüten, Blättern oder Rinden. <span id="more-944"></span>Sie dienen der Pflanze zur Anlockung von Bestäubern (also Insekten) und zur Abwehr von Schädlingen oder Krankheiten. In der Natur finden sich die verschiedensten ätherischen Öle, von denen viele aufgrund ihres charakteristischen Geruchs industriell genutzt werden. Ätherische Öle werden meist durch Wasserdampfdestillation gewonnen und im Gegensatz zu sogenannten fetten Ölen verdampfen sie rückstandslos und hinterlassen keine Fettflecken. Sie bestehen zumeist aus einer Mischung unterschiedlicher Terpene, Sesquiterpene oder aromatischer Verbindungen.</p>
<p>In pharmazeutischen Zubereitungen findet man ätherische Öle wie Eukalyptus oder Menthol zur Behandlung von Katarrhen der oberen Atemwege, Bronchitis oder bei Blähungen und Krämpfen im Magen-Darm-Trakt. Auch die Jacobus-Produkte enthalten Pflanzenbestandteile, die für ihren Gehalt an ätherischen Ölen bekannt sind, wie z. B. <a href="/?p=21">Angelikawurzel</a>, <a href="/?p=12">Fenchel</a> oder <a href="/?p=14">Pomeranze</a>.</p>
<p>Der vielfältige Einsatz von ätherischen Ölen in der Kosmetikindustrie und zur Aromatisierung der verschiedensten Haushaltsgegenstände wie etwa der Spülmaschine, des Mülleimers oder der Toilettenpapierhalterung zeigt jedoch auch mögliche negative Seiten. Da viele der ätherischen Öle reizend für die Haut und die Schleimhaut sind und allergische Reaktionen hervorrufen können, sollte ihr Einsatz eher auf die medizinischen Produkte beschränkt werden.</p>
<p>Denn wenn auch Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen manchmal „stinkt“, sollten Sie sich fragen, ob das Auto, die Toilettenpapierrolle, die Spülmaschine und der Kleiderschrank denn wirklich immer riechen müssen wie eine Blumenwiese oder ob richtiges Lüften von Zeit zu Zeit nicht auch unangenehme Gerüche vertreiben kann.</p>
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		<title>Thymian</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2010/01/05/thymian/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 23:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Kraut zur Förderung der Lebenskraft. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur als Gewürz in der Küche ist er beliebt, sondern auch als Mittel gegen Husten.<span id="more-842"></span> Thymian (Thymus vulgaris) ist ein graugrün beblätterter Zwergstrauch, der ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammt. Sein Name leitet sich ab von dem altgriechischen Wort „thymos“, das so viel bedeutet wie Lebenskraft.</p>
<p>Bereits die alten Ägypter kannten Thymian und verwendeten ihn zum Einbalsamieren ihrer Toten. Im alten Griechenland diente er als anregendes Räuchermittel und die Äbtissin und Kräuterheilkundige Hildegard von Bingen nutzte ihn im 12. Jahrhundert aufgrund seiner wohltuenden Wirkung.</p>
<p>Heute ist Thymian aus der Behandlung von Husten, Bronchitis, Keuchhusten und Reizhusten nicht mehr wegzudenken. Er verflüssigt den zähen Schleim, fördert den Auswurf und wirkt entkrampfend auf die Bronchien. Zusätzlich zeigt sein Extrakt ausgeprägte Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren.</p>
<p>Weitere Anwendung findet Thymian in der Behandlung von krampfartigen Bauchbeschwerden sowie Blähungen und bei Problemen im Harnapparat. Verantwortlich für seine Wirkung sind die ätherischen Öle Thymol und Carvacrol. Darüber hinaus enthält die Pflanze Flavonoide und Gerbstoffe.</p>
<p>Neben Säften und Tropfen mit Thymianextrakt eignet sich eine Tasse Thymian-Tee mit Honig oder Thymian-Frischpflanzensaft ebenfalls zur Behandlung Ihres Hustens.</p>
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		<title>Reizdarmsyndrom (Colon irritabile, Reizkolon)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 11:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Häufige Darmstörungen ohne fassbare organische Ursache. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Krämpfe – oftmals tagein, tagaus. Das Reizdarmsyndrom  zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. <span id="more-792"></span>Frauen sind etwa 2-3mal häufiger betroffen vom Reizdarmsyndrom als Männer. Besonders die Altersgruppe der 30- bis 40-jährigen Frauen leidet besonders oft.</p>
<p>Als Hauptsymptome findet man insbesondere Stuhlunregelmäßigkeiten mit wechselnden Verstopfungen und Durchfällen sowie Völlegefühl, Blähungen und Schmerzen. Während die Beschwerden nachts nicht zu beobachten sind, können sie im Tagesverlauf zunehmen. Viele Betroffene haben jedoch auch morgens beim Aufstehen bereits starke Beschwerden, die meist durch den Stuhlgang gebessert werden.</p>
<p>Wichtig für die Diagnose ist der Ausschluss von organischen Krankheiten mittels verschiedener Untersuchungen wie z. B. der <a href="/?p=609">Darmspiegelung</a>. Wird dann anschließend die Diagnose Reizdarmsyndrom gestellt, richtet sich die Art der Therapie nach den vorherrschenden Beschwerden.</p>
<p>So beobachtet man, dass kleine ballaststoffreiche Mahlzeiten, körperliche Bewegung und manchmal auch eine psychotherapeutische Beratung langfristige Besserung bringen. Eine schnelle Linderung oder sogar Heilung der Beschwerden ist jedoch nicht möglich. Medikamentös können pflanzliche Präparate unterstützend eingenommen werden; Arzneimittel und Tees mit <a href="/?p=492">Pfefferminze</a> oder <a href="/?p=788">Melisse</a> zeigen oftmals positive Wirkung. Die Betroffenen müssen sich jedoch meist auf einen jahrelangen Leidensweg und teilweise das Unverständnis einzelner Ärzte einrichten.</p>
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		<title>Angelikawurzel (Angelica archangelica) [Upd.]</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2009/07/29/angelikawurzel-angelica-archangelica/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 18:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilkräuter-Lexikon]]></category>
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		<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Völlegefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[Heilpflanze im Fokus: 
<strong>Angelikawurzel</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Angelikawurzel (Angelica archangelica) (syn. Angelica major, A. officinalis) handelt es sich um eine bis zu 2,5 m große Staude, die auch unter den Namen Geistwurzel, Engelwurz, Erzengelwurzel, Zahnwurzel, Brustwurz, Giftwurz, Heiligenbitter, Heiliggeistwurzel, Theriakwurzel sowie einigen anderen bekannt ist.<span id="more-21"></span>In den nördlichen Gebieten Europas und Asiens findet man diese zwei- bis vierjährige Pflanze vorzugsweise in feuchten Wiesen und an Ufern vor. Nach einmaligem Blühen und Fruchten stirbt sie ab. Die für den medizinischen Einsatz verwendeten Pflanzenteile sind die Blätter, Früchte und Wurzeln in getrockneter Form, die überwiegend aus Kulturen in Polen, Holland und Deutschland stammen.</p>
<p>Einsatz findet Angelikawurzel bei Appetitlosigkeit, bei Völlegefühl, Blähungen und leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden, z. B. infolge unzureichender Magensaftsekretion.</p>
<p>Neben den beschriebenen Anwendungen für die Angelikawurzel pharmazeutisch zugelassen ist, verwendet man sie volksmedizinisch u.a. auch als Hustenmittel und bei nervös bedingten Schlafstörungen. Der Wurzelstock enthält ca. 0,35 bis 1,3 % ätherisches Öl sowie über 60 weitere identifizierte Komponenten. Für die Zubereitung als Tee ist es wichtig, dass die gepulverte Wurzel mit kaltem Wasser angesetzt und dann kurz aufgekocht wird.</p>
<p>Zusätzlich dient Angelikawurzel als Rohstoff zur Herstellung von Gewürzextrakten und Kräuterlikören.</p>
<p>Erwähnt werden soll als mögliche Nebenwirkung die durch Furanocumarine verursachte Photodermatose. Dies bedeutet, dass diese Inhaltsstoffe nach Kontakt mit der Haut in Kombination mit UV-Licht phototoxisch wirken und zu schweren Hautschäden führen können.</p>
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		<title>Bitterer Fenchel (Foeniculum vulgare) [Upd.]</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 18:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heilkräuter-Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[ätherische Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Blähungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Magen-Darm]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>

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		<description><![CDATA[<b>Heilpflanze im Fokus: Fenchel</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medizinisch wird der Bittere Fenchel, als Gewürz der Süße Fenchel verwendet. <span id="more-12"></span>Die mehrjährige, bis zu 2,5 Meter hohe Staude enthält ätherische Öle und verbreitet einen aromatischen Duft. Die Blätter sind dreieckig, die Blüten klein und gelb. Die Pflanze ist heimisch im Mittelmeer, der Anbau erfolgt hauptsächlich in Ländern Mittel- und Osteuropas.</p>
<p>Charakteristisch für das ätherische Öl ist sowohl das bitter und kampferartig schmeckende Fenchon als auch das süß schmeckende trans-Anethol. Fenchonfreie oder -arme Fenchelöle schmecken daher anisähnlich.</p>
<p>Die Arzneipflanze wirkt krampflösend, beruhigend und desinfizierend. Insbesondere bei Entzündungen der Atemwege und Husten sowie bei Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen findet sie Anwendung. Besonders gerne erfolgt die Anwendung in der Kinderheilkunde, wobei das reine ätherische Öl nicht bei Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt werden sollte.</p>
<p>Möchte man Fencheltee zubereiten, verwendet man nicht wie beim Kochen den Stengel, sondern die reife Frucht der Pflanze.</p>
<p>siehe auch: <a href="/?p=235">Fenchel &#8211; Die Arzneipflanze des Jahres 2009</a></p>
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