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	<title>Der Blog: Schwedenkräuter &#187; Pflanzenheilkunde</title>
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	<description>Blog von Apothekerin Martina Pröger</description>
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		<title>Süßholz – die Arzneipflanze 2012</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 20:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Bauchkrämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Lakritz]]></category>
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		<category><![CDATA[Sodbrennen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter den Heilpflanzen ist sie ein Hansdampf in allen Gassen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler der Universität Würzburg haben gemeinsam mit der Naturschutzorganisation WWF Süßholz zur Arzneipflanze des Jahres 2012 gekürt. Neben ihrer Bedeutung für den Menschen als Heilpflanze soll auch auf die Gefahren einer Übernutzung aufmerksam gemacht und damit für eine nachhaltige Wildsammlung plädiert werden. Denn die Süßholzpflanze eignet sich nicht nur für die Herstellung von Lakritz, sondern auch pharmazeutisch lässt sie sich vielseitig einsetzen.<span id="more-1708"></span></p>
<p><a href="http://www.schwedenkraeuter.eu/?p=556">Süßholz (<em>Glycyrrhiza glabra</em>)</a> ist eine über 1 m hohe Staude, die aufrechte Blütentrauben mit lila Blüten trägt. Sie gehört zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse. Pharmazeutisch wird nur die getrocknete Wurzel der Pflanze verwendet, die einen schwachen Geruch und einen sehr süßen, leicht aromatischen Geschmack hat. Einer ihrer Hauptinhaltsstoffe besitzt beinahe die 50fache Süßkraft von Rohrzucker. Heimisch ist Süßholz vom Mittelmeergebiet bis Ostasien sowie in Amerika und Australien. Pflanzen, die in Deutschland für die Arznei- und Genussmittelherstellung verwendet werden, stammen ausschließlich aus dem Anbau.</p>
<p style="text-align: center;">Ihr Einsatz als Heilpflanze ist schon seit über 3000 Jahren bekannt; als besonders anzusehen, ist dabei ihre umfassende Heilwirkung. Im alten Ägypten und Griechenland schätzten Mediziner ihre Wirkungen bei Husten und Heiserkeit. Hildegard von Bingen sprach ihr positive Effekte auf die Psyche zu; sie erklärte, die Pflanze würde Menschen „mild stimmen“. Auch die Traditionelle Chinesische Medizin setzt Süßholz bei vielfältigen Leiden ein.<br />
<a href="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/12/347354_web_R_K_B_by_sigrid-rossmann_pixelio.de_.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1735" title="Lakritzschnecke" src="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/12/347354_web_R_K_B_by_sigrid-rossmann_pixelio.de_-300x289.jpg" alt="" width="300" height="289" /></a><br />
Derzeit sind über 400 verschiedene Inhaltsstoffe des Süßholzes beschrieben, Glycyrrhizin ist einer der bekanntesten. Seine entzündungshemmenden und schleimhautschützenden Wirkungen sind wissenschaftlich belegt. Zusätzlich zeigt es krampflösende und antivirale Effekte. Der häufigste Einsatz von Süßholzwurzel ist zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, die mit Husten, Heiserkeit und rauer Stimme einhergehen. Daneben wird sie zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Die Pflanze lässt sich unterstützend bei der Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, sowie Sodbrennen und Magenschleimhautentzündungen anwenden. Auch in dem Rezepturarzneimittel „<a href="http://www.pharma-labor.de/schwedenkraeuter_nach_Art_des_Hauses">Schwedenkräuter nach Art des Hauses</a>“ ist Süßholz enthalten und entfaltet dort seine heilenden Wirkungen auf Magen und Darm.</p>
<p>Risiken und Nebewirkungen: <a title="Lakritz – eine gefährliche Leckerei?" href="http://www.schwedenkraeuter.eu/2009/04/30/lakritz-eine-gesundheitsgefaehrdende-leckerei/">siehe hier</a>.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bild: ©sigrid rossmann / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a></span></p>
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		<title>Frauenmantel</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2011/10/23/frauenmantel/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 10:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Tee]]></category>
		<category><![CDATA[Volksheilkunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits Hildegard von Bingen empfahl das Kraut zur Linderung verschiedener Frauenleiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauenmantelkraut ist unter vielen Namen bekannt und wird u. a. auch als Marienmantel, Tauschüsselchen oder Alchemistenkraut bezeichnet. Der Name Frauen- oder Marienmantel beruht auf der Ähnlichkeit der gefalteten Blätter mit Mariendarstellungen des Mittelalters. <span id="more-1637"></span></p>
<p>Frauenmantel (<em>Alchemilla vulgaris</em>) ist ein bis zu 50 cm großes Kraut mit großen, lang gestielten <a href="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/396619_R_K_by_Jutta-Röwer_pixelio.de_.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1641" title="Frauenmantel mit Tau" src="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/396619_R_K_by_Jutta-Röwer_pixelio.de_.jpg" alt="" width="209" height="312" /></a>Blättern. Diese gezähnten Blätter sind gefaltet und bestehen aus sieben bis elf Lappen. Auf ihrer Oberfläche sammeln sich oftmals Tautropfen. Zwischen Mai und September blüht Frauenmantel mit vielen gelbgrünen kleinen Blüten. Heimisch ist die Pflanze in Europa, Nordamerika und Asien. Sie wächst bevorzugt an Bachufern, Waldrändern und feuchten Wiesen.</p>
<p>Als Hauptinhaltsstoffe finden sich Gerbstoffe und Flavonoide. Neuere Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen des Frauenmantels fehlen jedoch und seine Wirkungen lassen sich derzeit wissenschaftlich nicht komplett erklären. Nichtsdestotrotz wird Frauenmantel gerade von Naturheilärzten auch bei weiteren Erkrankungen erfolgreich eingesetzt, so z. B. bei der Behandlung von leichten Durchfallerkrankungen, allgemeinen Magen-Darm-Beschwerden und bei Entzündungen im Mund und Rachen als Gurgelwasser. Äußerlich verwendet man Frauenmantel bei Ekzemen und Hautausschlägen und für Sitzbäder bei Unterleibsbeschwerden.</p>
<p>Die Hauptanwendung ist und bleibt jedoch die Frauenheilkunde. Bereits Hildegard von Bingen empfahl Frauenmantelkraut zur Linderung verschiedener Frauenleiden, wie z. B. das prämenstruelle Syndrom, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, Ausfluss oder auch zur Anregung des Milchflusses.</p>
<p>Um einen Tee zuzubereiten wird das getrocknete Kraut mit heißem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Manche Literaturstellen empfehlen einen Kaltansatz, der dann mehrere Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen wird. Oftmals wird Frauenmantelkraut anderen Teemischungen zugefügt, die dann meist Namen wie „Frauentee“ tragen.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bild: ©Jutta Röwer / <a href="http://www.pixelio.de">pixelio.de</a></span></p>
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		<title>Löwenzahn</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2011/08/06/loewenzahn/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 13:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Appetitlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bitterstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Galle]]></category>
		<category><![CDATA[Verdauung]]></category>

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		<description><![CDATA[Pusteblume, Kuhblume, Butterblume,…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Löwenzahn ist eine Pflanze mit vielen Namen. Für beinahe jeden dieser Namen gibt es eine Erklärung, so z. B. Kuhblume, weil Kühe die Pflanze gerne fressen. Pusteblume, weil man die Früchte mit ihrer strahlenförmigen Haarkrone gut abpusten kann. Der Name Pissblume deutet auf die harntreibende Wirkung des Löwenzahns. Aber wie ist Name Löwenzahn selbst entstanden?<span id="more-1570"></span> Vermutlich heißt die Pflanze Löwenzahn, weil die gelbe voluminöse Blüte wie eine Löwenmähne aussieht und die gezackten Blätter so spitz sind wie Löwenzähne.</p>
<p>Löwenzahn (<em>Taraxacum officinale</em>) ist eine robuste Pflanze, die bis zu 30 cm groß werden kann. Sie besitzt eine<a href="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/528318_R_K_B_by_Inge-Lebang_pixelio.de_.jpg"><img class="size-full wp-image-1590 alignleft" title="Löwenzahn" src="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/528318_R_K_B_by_Inge-Lebang_pixelio.de_.jpg" alt="" width="248" height="166" /></a> bodenständige Rosette mit den oben beschriebenen länglichen gezackten Blättern und oftmals mehreren leuchtend gelb blühende Blüten. Die Blüte sitzt auf einem hohlen Stängel, der bei Verletzung einen weißen Milchsaft freisetzt. Im Frühling leuchten viele Wiesen herrlich Gelb, da ein Löwenzahn neben dem anderen blüht. Nach einiger Zeit entwickeln sich an der Blüte kleine Schirmchen, an denen die Früchte hängen, die der Pflanze den Namen Pusteblume geben.</p>
<p>Löwenzahn wächst beinahe überall und wird in unseren Breiten zumeist als „Unkraut“ gesehen. Pharmazeutisch genutzt wird die Heilpflanze jedoch bereits seit Jahrhunderten; hierzu verwendet man die gesamte Pflanze inklusive der stark ausgeprägten Wurzel. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind zunächst die Bitterstoffe, die für die Appetit anregende, verdauungsfördernde und Gallenfluss anregende Wirkung zuständig sind. Darüber hinaus findet man einen hohen Gehalt an Kalium, der die harntreibende Wirkung erklärt. Weiterhin zeigt sich ein recht hoher Gehalt an Zucker (Inulin) in der Wurzel, die sich rösten und als Kaffee-Ersatz verwenden lässt.</p>
<p>Die Anwendungsgebiete sind demnach Appetitlosigkeit, dyspeptische Beschwerden, Störungen im Bereich des Galleabflusses sowie zur Unterstützung der Ausscheidungsfunktion der Nieren. Die getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteile werden mit kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Angeboten werden auch der Press-Saft sowie zahlreiche Kombinationspräparate und Teemischungen. Frische junge Blätter eignen sich außerdem hervorragend als Frühlingssalat.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bild: ©Inge Lebang  / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a></span></p>
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		<title>Kümmel</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2011/05/30/kuemmel/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 08:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[ätherische Öle]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Heilpflanze mit einer Jahrtausende alten Tradition!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kümmel kennt jeder, aber nicht jeder mag ihn. In der Küche wird er vielfältig eingesetzt, sei es in verschiedenen Brotsorten, in Sauerkraut, schweren Speisen, Gulasch oder Schnäpsen und Likören. Hier nutzt man die ihm zugeschriebenen verdauungsfördernden Eigenschaften. Auch in der Naturheilkunde findet man Kümmel insbesondere zur Anwendung bei Verdauungsbeschwerden, aber auch bei Rheuma oder Zahnschmerzen. Ausgrabungen belegen seine Verwendung bereits vor Christi Geburt.<span id="more-1515"></span>Kümmel (<em>Carum carvi</em>), der auch Wiesenkümmel oder Gemeiner Kümmel genannt wird, ist eine mehrjährige etwa 1 m hohe Pflanze. Er wächst in Wiesen oder an Waldrändern in Europa wie z. B. Deutschland, Polen oder den Niederlanden, sowie in Vorderasien.</p>
<p>Kümmel besitzt kleine weiß bis schwach rosa gefärbte Blüten. Genutzt wird die Kümmelfrucht, die circa 3-6 mm lang und 1 mm dick ist. <a href="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/219932_R_K_by_segovax_pixelio.de_.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1600" title="Kümmel" src="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/09/219932_R_K_by_segovax_pixelio.de_.jpg" alt="" width="265" height="199" /></a>Sie ist sichelförmig gekrümmt und trägt auf der Oberseite leichte Fugen. Kümmel schmeckt würzig und riecht aromatisch.</p>
<p>Als Hauptinhaltsstoffe findet man ätherisches Öl; zusätzlich enthält die Frucht fettes Öl, Kohlenhydrate und Flavonoide. Im Versuch zeigt das ätherische Öl des Kümmels eine entkrampfende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt sowie leichte antibakterielle Effekte. Hieraus ergibt sich die Anwendung von Kümmel bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, bei Blähungen und Völlegefühl.</p>
<p>Ähnlich wie <a href="/?p=235">Fenchel</a> und Anis, mit denen Kümmel häufig als Tee gemischt wird, sollten die Früchte erst kurz vor dem Gebrauch gequetscht oder angestoßen und dann mit kochendem Wasser übergossen werden. Abgedeckt ziehen lassen. Nach 10 bis 15 Minuten kann man den Tee durch ein Teesieb abgießen.</p>
<p>Kümmel eignet sich auch sehr gut zur Behandlung von Säuglingen, beispielsweise bei den Drei-Monats-Koliken. Neben Kümmeltee finden sich ebenfalls Kümmelzäpfchen für Säuglinge und Kleinkinder und die sogenannte Windsalbe, die ebenso Kümmelöl enthält und auf dem Bauch des Säuglings einmassiert wird. Außerdem gibt es verschiedene Arzneimittel in Tropfenform, die Kümmel enthalten.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bild: ©segovax / <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a></span></p>
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		<title>Rosmarin</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2011/04/04/rosmarin/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 14:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[ätherische Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Bauchkrämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Entzündungen]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Volksheilkunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Bekannt in der Volksheilkunde seit dem Mittelalter!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ebenso wie viele andere Heilpflanzen (z.B. Thymian, Salbei) wird auch der Rosmarin in unzähligen Kochrezepten als Gewürz erwähnt. Gerade die mediterrane Küche kommt ohne Rosmarin kaum aus. Aber neben seinen Eigenschaften als Gewürzmittel besitzt der Rosmarin vielfältige pharmazeutische Wirkungen, die bereits seit Jahrhunderten bekannt sind.<span id="more-1363"></span> In etlichen mittelalterlichen Klöstern spielte der Rosmarin eine bedeutende Rolle und wurde zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt.</p>
<p>Rosmarin (<em>Rosmarinus officinalis</em>) ist ein immergrüner, stark duftender Strauch, der etwa einen Meter hoch werden kann. Heimisch ist der Rosmarin in vielen Mittelmeerländern, in denen er auch dementsprechend angebaut wird. Pharmazeutisch genutzte Ware stammt oftmals aus Spanien, Tunesien oder Marokko. Er besitzt schmale, fast nadelförmige Blätter, die an der Unterseite weißfilzig sind. Rosmarin blüht mit hell blauvioletten Blüten, die in den Blattachseln sitzen. Sein Geruch ist würzig und erinnert beinahe an Kampfer. Die Blätter haben einen herb-würzigen, leicht bitteren und teilweise etwas scharfen Geschmack.</p>
<p>Pharmazeutischen Einsatz finden die etwa 3 cm langen und bis 4 mm breiten getrockneten Blätter. Diese enthalten als wichtigsten Bestandteil <a href="/?p= 944">ätherisches Ö</a><span style="text-decoration: underline;">l</span>, bestehend aus den Hauptkomponenten Cineol, <a href="/?p= 19">Kampfer </a>und Pinen. Desweiteren finden sich im Rosmarin Gerbstoffe und Flavonoide.</p>
<p>Rosmarin zeigt im Versuch eine antibakterielle und antivirale Wirkung, z.B. gegen den <a href="/?p=418">Herpes-Erreger</a>. Zusätzlich werden antioxidative, krampflösende, leberschützende und galletreibende Effekte beschrieben. Angewendet wird Rosmarin innerlich bei jeglicher Art der dyspeptischen Beschwerden wie etwa Bauchschmerzen, Blähungen, Aufstoßen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Krämpfen oder Brechreiz. Diese volksmedizinische Verwendung wurde bereits etwa ab dem 16. Jahrhundert beschrieben.</p>
<p>Äußerlich angewandt eignet sich Rosmarin zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden und bei Kreislaufbeschwerden zur Unterstützung der Hautdurchblutung und zur allgemeinen Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion.</p>
<p>Als Dosierungsempfehlung werden für die innerliche Anwendung etwa 4 bis 6 g der getrockneten Blätter bzw. 10 bis 20 Tropfen des ätherischen Öls angegeben. Für die äußere Anwendung in Form von Vollbädern werden etwa 50 g der getrockneten Blätter empfohlen.</p>
<p>Bei der hier angegebenen Dosierung sind keine Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Gegenanzeigen bekannt. Lediglich Schwangere sollen auf die Anwendung von Rosmarin verzichten.</p>
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		<title>Wie kommt der Tee in den Beutel?</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2011/03/09/wie-kommt-der-tee-in-den-beutel/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 09:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[ätherische Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Filterbeutel]]></category>
		<category><![CDATA[Sennes]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Weg der Heilpflanzen vom Feld in die Apotheke.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder kennt sie und jeder verwendet sie: Filterbeutel mit Arzneitee. Wir wollen den Weg einer Arzneipflanze am Beispiel der <a href="/?p=1350">Kamille</a> vom Feld in den Teebeutel – und damit in Ihre Apotheke – vorstellen. <span id="more-845"></span>Die Ernte der Kamille erfolgt, wenn ca. zwei Drittel der Blüten am Köpfchen aufgeblüht sind. Mit Hilfe von Erntemaschinen werden die Blüten eingesammelt, und innerhalb von maximal zwei Stunden wird mit der Trocknung begonnen, um Qualitätseinbußen zu vermeiden.</p>
<p>Allerdings muss betont werden, dass sich nicht alle Arzneipflanzen industriell ernten lassen: Sennes-Blätter und Früchte werden von Hand gesammelt, ausgebreitet und an der Luft getrocknet.</p>
<p>Der Heilkräuteranbau ist je nach Pflanze sehr aufwendig und sowohl zeit- als auch pflegeintensiv. Es wird entsprechend der geernteten Art eine geeignete Trockentemperatur gewählt, die die Ware einerseits haltbar macht, andererseits jedoch möglichst viele Inhaltsstoffe erhält. Häufig beginnt man hierzu mit einer höheren Temperatur (z. B. maximal 45°C am Trockengut), die gegen Ende der Trocknung reduziert wird. Bei einer Übertrocknung drohen insbesondere Verlust an ätherischen Ölen und weiteren Inhaltsstoffen. Bei der anschließenden Lagerung muss sichergestellt sein, dass es nicht zur Vermischung mit anderen Pflanzen oder zu einer Rückbefeuchtung kommen kann.</p>
<p>Die getrockneten Blütenköpfe der Kamille werden anschließend in Teebeutel gefüllt und in eine für den Verbraucher bestimmten Endverpackung gepackt.</p>
<p>Andere getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile werden zu Teemischungen gemischt und dann auf eine einheitliche Schnittgröße gebracht (Feinschnitt), um eine gleichmäßige Mischung bzw.Entmischung vor und nach der Abfüllung in den Teebeutel zu verhindern.</p>
<p>Parallel findet eine ständige Qualitätskontrolle im Labor statt, um sicherzustellen, dass der Kunde eine qualitativ hochwertige Ware erhält.</p>
<p>Gleiches gilt übrigens auch für den <a href="http://pharma-labor.de/jacobus_schwedenkraeuter_abfuehrtee" target="_blank">Jacobus-Schwedenkräuter Abführtee</a>. Hier ist jeder Filterbeutel einzeln nochmals sicher und aromageschützt eingesiegelt und damit auch ohne sperrige Schachtel leicht zu transportieren.</p>
<p>Um die Qualität zu Hause beizubehalten, sollten Sie Ihren Tee möglichst kühl, dunkel und fern von Gewürzen lagern.</p>
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		<title>Lavendel</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2010/12/20/lavendel/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 09:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ätherische Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Blähungen]]></category>
		<category><![CDATA[Reizdarm]]></category>
		<category><![CDATA[Reizmagen]]></category>
		<category><![CDATA[Volksheilkunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Hört man das Wort Lavendel, denkt man an riesige, violette, wohlduftende Felder in Südfrankreich, die allein durch ihren Anblick und ihren Geruch eine beruhigende Wirkung ausüben. Die volkstümlichen Namen des Lavendels wie etwa Nervenkräutel oder Schwindelkraut deuten auf einige seiner Einsatzmöglichkeiten hin. Jedoch zeigt der Lavendel noch deutlich mehr Wirkungen. Lavendel (Lavandula angustifolia) ist ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hört man das Wort Lavendel, denkt man an riesige, violette, wohlduftende Felder in Südfrankreich, die allein durch ihren Anblick und ihren Geruch eine beruhigende Wirkung ausüben. Die volkstümlichen Namen des Lavendels wie etwa Nervenkräutel oder Schwindelkraut deuten auf einige seiner Einsatzmöglichkeiten hin. Jedoch zeigt der Lavendel noch deutlich mehr Wirkungen.<span id="more-1257"></span></p>
<p>Lavendel (<em>Lavandula angustifolia</em>) ist ein 0,5 bis 1 m hoher Strauch mit schmalen, grau-grünen, lanzettlichen, behaarten Blättern und kleinen violetten Blüten. Er besitzt einen charakteristischen, intensiven, aromatisch-duftenden Geruch, den die meisten Menschen als angenehm bezeichnen. Probiert man die Blüten, so schmecken diese bitter. Heimisch ist die Pflanze im Mittelmeergebiet; dort wird sie auch in großem Umfang kultiviert.</p>
<p>Die Hauptinhaltsstoffe des Lavendels sind ätherische Öle mit Linalool und Cineol, die für den charakteristischen Geruch verantwortlich sind. Darüber hinaus findet man Gerbstoffe, Flavonoide und Spuren an Phytosterolen (Hormonähnliche Stoffe).</p>
<p>Die Wirkungen des Lavendels sind vielfältig und intensiv erforscht; hierzu zählen u.a. positive Effekte bei Einschlafstörungen, Unruhezuständen, Oberbauchbeschwerden wie Blähungen, nervöse Darmbeschwerden und nervöser Reizmagen. Selbst bei Angstzuständen führt der Einsatz von hoch dosierten Präparaten oftmals zur Besserung. Angewendet wird Lavendel in Form von Teeaufgüssen, Badezusätzen, Duftkissen und inzwischen auch in Form von Kapseln. Der Lavendel wurde im Jahr 2008 durch eine Fachjury aufgrund seiner vielfältigen Effekte zur Heilpflanze des Jahres gewählt.</p>
<p>Ebenso wie in der Medizin spielt der Lavendel auch in der Küche eine wichtige Rolle. Gerade in Frankreich, Italien oder Spanien nutzt man ihn zur Verfeinerung von Eintöpfen, Soßen und Fleischgerichten, ja sogar Eis wird mit Lavendel aromatisiert.</p>
<p>Natürlich kommt auch die Parfum-Herstellung nicht ohne den Duft des Lavendels aus. Motten jedoch mögen diesen Geruch scheinbar nicht, denn Lavendelsäckchen im Kleiderschrank dienen als natürlicher Mottenschutz und auch anderes Ungeziefer meidet dieses <a href="/?p=1099">natürliche insektenabweisende Mittel</a>.</p>
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		<item>
		<title>Ingwer</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 20:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[ätherische Öle]]></category>
		<category><![CDATA[Blähungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisekrankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Übelkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verdauung]]></category>
		<category><![CDATA[Völlegefühl]]></category>

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		<description><![CDATA[Medizinisch und pharmazeutisch gesehen ein alter Hase!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren hat der Ingwer – ähnlich wie das Zitronengras – die Küche überrollt. Kaum ein auch nur im Entferntesten asiatisch angehauchtes Gericht kommt ohne ihn aus. Aus medizinischer bzw. pharmazeutischer Sicht jedoch ist der Ingwer ein ganz alter Hase, und das nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).<span id="more-1250"></span></p>
<p>Ingwer (<em>Zingiber officinale</em>) ist eine tropische Rhizompflanze, die bis zu 20 cm lange Lanzetten-ähnliche Blätter und gelbviolette Blüten trägt. Beheimatet ist sie im tropischen Südostasien, wobei ihre ursprüngliche Wildform allerdings unbekannt ist.</p>
<p>In Indien und China wird der Ingwer bereits seit Jahrhunderten kultiviert. Als qualitativ hochwertig gilt insbesondere der Jamaika-Ingwer, der auch dem Deutschen bzw. dem Europäischen Arzneibuch entspricht. Man verwendet hier Teile des getrockneten Wurzelstocks, der einen aromatischen Geruch und einen brennend scharfen Geschmack besitzt. Vielen Hobbyköchen ist dieser scharfe Geschmack bekannt, da er oftmals unterschätzt wird und somit so manche Speise schärfer wird als ursprünglich geplant.</p>
<p>Die Hauptinhaltsstoffe des Ingwers sind ätherische Öle und nicht flüchtige Scharfstoffe.</p>
<p>Seit langem bekannt ist die positive Wirkung des Ingwers auf die Verdauung des Menschen. So setzt man ihn erfolgreich ein zur Behandlung von dyspeptischen Beschwerden (Verdauungsbeschwerden) wie z. B. Aufstoßen, Blähungen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder Brechreiz.</p>
<p>Auch zur Behandlung von Reisekrankheit mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen hat Ingwer sich bewährt. Um hier ausreichend große Mengen an Wirkstoff aufzunehmen, empfiehlt sich der Einsatz eines Fertigarzneimittels in Form von Tabletten oder Kapseln. Bei leichteren Beschwerden hilft oftmals auch die Anwendung eines Tees.</p>
<p>Weitere Untersuchungen des Ingwers und einiger seiner isolierten Inhaltsstoffe sind vielversprechend, jedoch noch nicht abschließend geklärt, so z. B. die Wirkung auf den Blutdruck, eine entzündungshemmende Wirkung und sogar Hinweise auf einen möglichen Krebsschutz.</p>
<p>Bis weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann man ihn auf jeden Fall ohne Bedenken in der nächsten Kürbissuppe, dem asiatischen Pfannengericht oder einfach pur mit kochendem Wasser übergossen als Tee genießen.</p>
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		<title>Es war ein mal ein Märchen &#8211; Sennes</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 20:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Abführmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Anthranoide]]></category>
		<category><![CDATA[Sennes]]></category>
		<category><![CDATA[Verstopfung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Mittel der Wahl stellt das lange bekannte und sichere Abführmittel Sennes dar!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem <a href="/?p=1222">ersten Artikel zum Thema Abführmittel</a> soll im zweiten Artikel mit dem oftmals verbreiteten Irrglauben rund um das Thema Sennes aufgeräumt werden. Sennesblätter und Sennesfrüchte sind ein seit vielen Jahrhunderten (!) eingesetztes Abführmittel. Bereits die alten Ägypter kannten und verwendeten Sennes und auch der Arzt und Philosoph Theophrast Bombast von Hohenheim, besser bekannt unter dem Namen Paracelsus, nutzte im 16. Jahrhundert die Wirkungen von Sennes.<span id="more-1230"></span></p>
<p>Als Abführmittel verwendet werden die Blätter und Früchte der beiden Sennes-Arten <em>Cassia angustifolia</em>(sog. Tinnevelly-Senna) und <em>Cassia senna</em>(sog. Alexandriner-Senna). Ursprünglich stammen Sennesgewächse (Cassia-Arten) aus tropischen und subtropischen Gegenden in Nordafrika und im Mittleren Osten. In Mitteleuropa sind sie etwa seit dem 13. Jahrhundert, also schon vor Paracelsus Zeiten, bekannt. Die Wirkstoffe für die abführende Wirkung sind die sogenannten <a href="/?p=29">„Anthranoide“</a>.</p>
<p>Wurde Sennes früher auf der einen Seite belächelt und wie viele Heilpflanzen als „Medizin von gestern“ tituliert, wurde sie auf der anderen Seite verteufelt, da man ihr &#8211; inzwischen widerlegte &#8211; negative Eigenschaften zugesprochen hat.</p>
<p>Zur ersten Aussage gilt es zu erwähnen, dass Pflanzen und Pflanzenbestandteile zu den ersten Arzneien überhaupt gehörten, die unsere Vorfahren einsetzten. Chemische Arzneistoffe sind zum größten Teil eine Erfindung des letzten Jahrhunderts. Gerade bei einer Pflanze wie Sennes können Wissenschaftler und auch Verwender demnach auf eine jahrhundertelange Anwendung zurückschauen. Dies hat den Vorteil, dass nicht mit plötzlich auftretenden Nebenwirkungen zu rechnen ist, die kein Wissenschaftler kennt und erklären kann. Die Sennespflanze ist bis ins kleinste Detail untersucht und analysiert und ihre Inhaltsstoffe sind genauestens bekannt. Böse Überraschungen sind demnach ausgeschlossen.</p>
<p>Viele Laien sind der Meinung, dass man mit einem pflanzlichen Arzneimittel niemals den gleichen Effekt erreichen kann wie mit einem chemischen Medikament. Als Gegenbeispiel sei hier der Rote Fingerhut (<em>Digitalis purpurea</em>) genannt, eine Pflanze, deren Extrakte zur Behandlung von Herzerkrankung eingesetzt werden: bereits in niedrigster Dosierung zeigt dieser Extrakt deutliche und starke Effekte am Herz.</p>
<p>Die zweite Aussage, dass Sennes vielfältige Nebenwirkung mit sich führt, muss genauer betrachtet werden und glücklicherweise können auch diese Thesen widerlegt werden.</p>
<p>Zunächst soll betont werden, dass Sennes den großen Vorteil bietet, dass es nicht den gesamten Darm entleert wie etwa Glaubersalz, sondern nur den letzten Abschnitt des Dickdarms. Diese schonende und natürliche Entleerung ähnelt der gesunden Entleerung ohne Abführmittel, so dass der Patient nicht wie bei dem drastischen Glaubersalz länger warten muss, bis sich der Darm erneut wieder füllt. Eine solche Situation würde den wiederholten Griff zum Abführmittel fördern, bevor überhaupt eine Darmfüllung eintreten kann.</p>
<p>Sennes zeigt ihre Wirkung etwa 8 bis 12 Stunden nach der Einnahme, weshalb sie am besten abends eingenommen bzw. getrunken werden sollte. Würde Sennes drastischer wirken und die Wirkung den gesamten Darm betreffen, so träte der Effekt früher ein. Die Dauer von 8 bis 12 Stunden gibt dem Verwender auch eine gewisse „Planungssicherheit“, wann er in der Nähe eines stillen Örtchens sein sollte.</p>
<p>Hier nun einige der oftmals zitierten Vorurteile:</p>
<ul>
<li>Sennes soll zu einem Kalium- bzw. Elektrolytverlust führen, wodurch sich der Patient in einen Teufelskreis bewegt und ohne Abführmittel gar nicht mehr zur Toilette kann. Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch, also einer Dosierung, die einen weichen, aber nicht flüssigen Stuhl erzeugt, sind Elektrolytverluste nicht von Bedeutung. Demnach befindet sich der Verwender auch nicht auf dem Weg in einen Teufelskreis.</li>
<li>Anthrachinone sollen toxisch, also giftig sein. Da Sennes das am besten untersuchte Abführmittel überhaupt ist, kann mit Sicherheit gesagt werden, dass es zu keinen toxischen Effekten durch Sennes kommt – auch nicht bei einer Langzeitanwendung.</li>
<li>Sennes soll Darmkrebs verursachen. Auch diese These gilt sicher als widerlegt. Die Langzeitanwendung von Sennes kann zu einer Einlagerung von Farbpigmenten in die Darmschleimhaut führen. Diese so genannte <em>Pseudomelanosis coli</em>irritierte Ärzte früher bei durchgeführten Darmspiegelungen. Die Vermutung, es könne sich um eine Krebsvorstufe handeln, lag nicht fern. Doch inzwischen ist sicher, dass diese Färbung harmlos ist. Bei einer Darmspiegelung bringt sie sogar eher Vorteile, da Polypen und ähnliche Darmgeschwülste besser sichtbar werden.</li>
</ul>
<p><strong>Zusammengefasst lassen sich folgende Punkte festhalten:</strong></p>
<ol>
<li>Abführmittel sind für eine große Anzahl Menschen unerlässliche Medikamente zur Behandlung einer Verstopfung!</li>
<li>Ein Mittel der Wahl &#8211; auch zur Langzeitanwendung &#8211; stellt das lange bekannte, gut untersuchte und sichere Abführmittel Sennes dar!</li>
</ol>
<p>Wir empfehlen z.B. <a href="http://pharma-labor.de/schwedenkraeuter-und-Schwedenbitter" target="_blank">Jacobus-Schwedenkräuter</a></p>
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		<item>
		<title>Kürbis &#8211; Kürbiskerne</title>
		<link>http://www.schwedenkraeuter.eu/2010/09/16/kuerbis-kuerbiskerne/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 18:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzenheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Harnwege]]></category>
		<category><![CDATA[Naturheilmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Prostata]]></category>
		<category><![CDATA[Reizblase]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Volkskrankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur zu Deko- und Kochzwecken ein absoluter Renner!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kürbis hält wieder Einzug in den Geschäften und kündigt so langsam den Spätsommer an. An Halloween ist er nicht mehr wegzudenken &#8211; sei es künstlich aus Gips oder in Natura, um ihn ausgehöhlt auf das Fensterbrett zu stellen.  Und auch in der Küche hat der Kürbis heutzutage einen wichtigen Stellenwert, z.B. als Kürbissüppchen, Kürbiskuchen oder Kürbisauflauf.</p>
<p>Jedoch kann der Kürbis weitaus mehr als gefallen und schmecken. Pharmazeutisch spielen die Samen von <em>Cucurbita pepo</em> in der Behandlung von Prostata- und Blasenbeschwerden neben synthetischen Arzneimitteln eine wichtige Rolle.<span id="more-1181"></span></p>
<p>Die Kürbispflanze bildet niederliegende bis zu 10 m lange Ranken mit großen 5-lappigen Blättern und zum Teil riesigen, kugeligen Früchten. Diese sind oftmals Anlass für die alljährlichen Wettbewerbe „Wer hat den größten Kürbis?“.</p>
<p>Die Früchte zählen zu den Beeren und enthalten in ihrem Inneren zahlreiche abgeflachte Samen, die so <a href="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/12/503457_web_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.de_.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1783" title="Kürbis mit Kernen ©Rainer Sturm / pixelio.de" src="http://www.schwedenkraeuter.eu/wp-content/uploads/2011/12/503457_web_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.de_.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a>genannten Kürbiskerne. Diese Samen dienen zur Gewinnung von Kürbiskernöl, als Knabberei und wie bereits oben erwähnt zur Behandlung von Prostatabeschwerden und der Reizblase. Eine Vergrößerung der Prostata führt bei vielen Männern zu Problemen beim Wasserlassen. Diese äußern sich in vermehrtem – oftmals nächtlichem – Harndrang, ungewolltem Harnabgang und einer unvollständigen Entleerung der Blase.</p>
<p>Für die Wirkung auf Blase und Prostata verantwortlich sind Inhaltsstoffe, die zur Gruppe der Steroide zählen. Diese Substanzen zeigen eine große Ähnlichkeit mit den männlichen Geschlechtshormonen Testosteron und Dihydrotestosteron, so dass sie einen direkten Einfluss auf das Prostatagewebe haben. Männer, die Probleme beim Wasserlassen haben, sollten allerdings zunächst ihren Hausarzt aufsuchen, um ernstere Auslöser auszuschließen, bevor sie ein Präparat mit Kürbiskernen einnehmen. Wichtig bei der Einnahme ist die regelmäßige und ausreichend hoch dosierte Therapie über einen längeren Zeitraum. Stellt man beispielsweise nach 4- bis 6-wöchiger Einnahme eine Besserung fest, so kann das Präparat dauerhaft eingenommen werden. Jedoch sollten die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt oder Urologen dennoch nicht vernachlässigt werden.</p>
<p>Auch Frauen können beim Symptomenkomplex Reizblase von der Einnahme eines Kürbiskern-Präparates profitieren.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Bild: Kürbis mit Kernen ©Rainer Sturm / <a title="Reizblase" href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a></span></p>
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