Melisse (Melissa officinalis)

Melisse, die u. a. auch als Zitronenkraut, Frauenkraut oder Herzkraut bezeichnet wird, ist eine intensiv nach Zitrone riechende Staude. Häufig ist der Geruch allerdings erst beim Zerreiben der Blätter wahrnehmbar. Sie wird ca. 70 cm groß und zeichnet sich durch einen vierkantigen Stängel und leicht behaarte eiförmige Blätter aus.

Ursprünglich stammt die Melisse aus dem östlichen Mittelmeergebiet, heutzutage findet man sie jedoch auch in Mitteleuropa, so z. B. in Thüringen, Franken und Süddeutschland.

Pharmazeutische Verwendung finden die Blätter der Melisse, die direkt in Form von Tee getrunken oder aber als Extrakte und Öle verwendet werden.

Als Inhaltsstoffe findet man Derivate der Hydroxyzimtsäure, hier insbesondere Rosmarinsäure, eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe sowie ca. 0,2 % ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Citral. Die genaue Zusammensetzung des Melissenöls ist abhängig von der Herkunft der Pflanze und somit den klimatischen Bedingungen am Anbauort sowie dem Erntezeitpunkt und den Lagerungsbedingungen der gepflückten Blätter.

Seit dem 15. Jahrhundert finden sich Überlieferungen, die den Einsatz von Melisse als beruhigendes, krampflösendes und verdauungsförderndes Mittel beschreiben. In der heutigen Zeit werden ihre Extrakte zur Behandlung von Schlafstörungen sowie bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Siehe auch: Melisse – Ein Kraut nicht nur für die Nerven sondern auch für Magen und Darm.

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