Impfen – das ist doch nur etwas für Kinder

Die europäische Impfwoche möchten wir zum Anlass nehmen, alle Leser an ihren Impfschutz zu erinnern. Denn wer jetzt tatsächlich meint, Impfungen seien nur etwas für Säuglinge und Kinder, der täuscht sich. Auch wenn Neugeborene in ihren ersten zwei Lebensjahren nach der Empfehlung der STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes) teilweise gegen zwölf verschiedene Erkrankungen geimpft werden sollen, bleibt auch der Erwachsene mit zumindest zwei Standardimpfungen nicht verschont.

Die empfohlenen Impfungen für Säuglinge sehen wie folgt aus: Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Haemophilus influenzae Typ B, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Hepatitis B, Pneumokokken (→ Lungenentzündung), Meningokokken (→ Hirnhautentzündung), Masern, Mumps, Röteln und Varizellen (→ Windpocken).

Normalerweise gilt für den Erwachsenen, dass er seinen Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre durch eine einmalige Spritze auffrischen sollte. Handelt es sich jedoch bei den Erwachsenen um Angehörige bestimmter Bevölkerungsschichten, so werden weitere Impfungen empfohlen. So wird zum Beispiel Personen über 60 Jahren der jährlich zu erneuernde Schutz gegen die echte Virusgrippe (Influenza) nahe gelegt, oder auch die Impfung gegen Pneumokokken. Reisende in oder Bewohner von FSME-gefährdeten Bezirken schützt die entsprechende Impfung vor der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis. Personen, die beispielsweise berufsbedingt mit Blut oder Blutprodukten in Kontakt kommen, wird die Schutzimpfung gegen Hepatitis B angeraten. Und die Liste kann noch über die Schutzimpfung gegen humane Papillomaviren für junge Mädchen als Schutz vor Formen des Gebärmutterhalskrebses weiter geführt werden.

Der Sinn des Aufrufs zur Überprüfung des Impfschutzes bei Kindern und Erwachsenen liegt darin, dass trotz unserer hoch entwickelten medizinischen Versorgung teilweise banale Erkrankungen wie die Masern oder dramatische Infektionen z. B. mit dem Tetanus-Erreger regelmäßig bei Ungeimpften zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

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