Gewöhnlicher Teufelsabbiss

Die Loki Schmidt Stiftung hat für das Jahr 2015 den Gewöhnlichen Teufelsabbiss (Succisa pratensis) zur Blume des Jahres gewählt. Allen Blumen der vergangenen Jahre ist gemeinsam, dass sie in Gefahr sind – zumeist durch Ausrottung ihres Lebensraumes. Und auch der gewöhnliche Teufelsabbiss zählt zu den bedrohten Pflanzen und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Sein Lebensraum sind Feuchtwiesen, Moore, Heidegebiete und Wegränder im Feuchtgrünland – und auch diese Lebensräume sind ebenso wie ihr Bewohner von der Ausrottung bedroht. Finden kann man die Blume des Jahres überwiegend in Süddeutschland wie etwa im Schwarzwald oder Odenwald, wohingegen in Norddeutschland kaum noch Pflanzen anzutreffen sind.
Der Gewöhnliche Teufelsabbiss ist eine mehrjährige Staude, der eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Von Juli bis September leuchten seine zierlichen hellblauen bis violetten Blüten, die mit circa 50 bis 80 einzelnen Blüten zu kugeligen Körbchen zusammenstehen. Seinen Namen erhielt der Teufelsabbiss durch die Gestalt seines Rhizoms (Wurzelstock). Dieses Rhizom stirbt im Herbst nach und nach ab und sieht dann aus wie abgebissen – vermutlich vom Teufel.

Überlieferungen aus dem 15. Jahrhundert belegen einen Einsatz als Heilpflanze. Verwendet wurde die Wurzel zur Behandlung von Magen-Darm- und Herzbeschwerden. Um den Hals mit sich geführt, schützte die Heilpflanze vor dem Teufel und böser Zauberei, und auch das Vieh im Stall konnte so vor Behexung bewahrt werden.

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