Johanniskraut – die Arzneipflanze 2015

Bereits der Philosoph und Arzt Paracelsus schätzte die Eigenschaften der Pflanze mit den leuchtend gelben Blüten und auch die heutige Schulmedizin nutzt ihre antidepressive Wirkung. Aus diesem Grund hat der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg das Echte Johanniskraut zur Arzneipflanze des Jahres 2015 gekürt. Obwohl das Johanniskraut intensiv von Patienten und Ärzten genutzt wird und auch gründlich erforscht wurde, sind die Wirkungsmechanismen des Johanniskrautes selbst im Jahr 2015 noch nicht vollständig geklärt.

Gerade jetzt im nasskalten, düsteren Winter sehnen sich viele Menschen zurück nach der Sonne und ihren wärmenden Strahlen. Hypericum perforatum, wie das Johanniskraut mit botanischem Namen heißt, kann vielen von ihnen Unterstützung bieten. Beim Johanniskraut handelt es sich um eine ausdauernde Pflanze mit einer bis zu einem halben Meter in die Erde reichenden Wurzel. Oberirdisch ist die Heilpflanze zwischen 15 cm und einem Meter hoch. Charakteristisch sind ihre goldgelben Blüten, die einen an das Sonnenlicht erinnern.

In Fällen von leichter bis mittelschwerer Depression oder der in dieser Zeit klassischen Winterdepression bzw. saisonal abhängigen Depression (SAD) belegen Untersuchungen positive Effekte, die bereits im Mittelalter genutzt wurden. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Therapie ist jedoch die Verwendung eines hochwertigen Extraktes in einer ausreichend hohen Dosierung. Täglich sollten etwa 900 mg Johanniskrautextrakt eingenommen werden. Grundsätzlich sollte die erst mit einer Verzögerung von circa vier Wochen eintretende Wirkung bedacht werden, so dass Patienten, die jedes Jahr aufs Neue unter der sonnenarmen Zeit leiden, dies bei ihrer Therapie bedenken können. Auch steht die genaue ärztlich Diagnose, welche zur Abklärung der Schwere der Depression dient, am Beginn einer jeglichen Behandlung.

Neben den Effekten auf unseren Gemütszustand bietet die Heilpflanze auch äußerlich angewandt in Form des leuchtend roten Johanniskrautöls Linderung bei Muskelverspannungen, Zerrungen und Hauterkrankungen.

Erwähnt werden sollen an dieser Stelle allerdings die möglichen Effekte von Johanniskraut auf die Konzentration von anderen Arzneistoffen im Körper. Aus diesem Grund gilt es, eine Behandlung zunächst mit einem Arzt oder Apotheker abzuklären und dabei die eigenen Medikamente zu nennen. Desweiteren kann Johanniskraut die Haut lichtempfindlicher machen und somit zu einer Photosensibilisierung führen. Berücksichtigt man diese Fakten und klärt sie mit entsprechendem Fachpersonal ab, so hat man mit Johanniskraut eine effektive Arzneipflanze.

Tags: , ,

Einen Kommentar schreiben

Bitte vor dem Abschicken des Formulars ausfüllen! * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen

* *