Zwiebel – die Heilpflanze 2015

Die Zwiebel ist ein Lebensmittel, das in keiner Küche fehlen darf. Aber wussten Sie auch, dass die Zwiebel bereits seit Jahrtausenden als Heilpflanze Tradition hat? Nicht nur als Zwiebelring auf dem Steak oder Mettbrötchen eignet sich diese Pflanze, ein Zwiebelsäckchen auf dem Ohr bei Ohrenschmerzen ist ebenfalls einen Versuch wert. Die Zwiebel wirkt unter anderem antibakteriell, auswurffördernd, appetitanregend, verdauungsfördernd, und sie kann ähnlich wie ihr ebenfalls zur Gattung der Lauchgewächse zählender Verwandter der Knoblauch die Blutfette positiv beeinflussen.

Der Verein NHV Theophrastus hat die Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres 2015 gekürt. Er möchte das unentbehrliche Nahrungs- und Würzmittel, von dem der Deutsche im Durchschnitt sieben Kilogramm pro Jahr verzehrt, wieder als Heilpflanze ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Die Jury begründete ihre Wahl mit der Wirkung der Zwiebel unter anderem „bei Appetitlosigkeit und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen“.

Zwiebel © sigrid rossmann / pixelio.deDie Zwiebel (Allium cepa), die unter anderem auch Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Gemeine Zwiebel oder Bolle genannt wird, ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die auf einem etwa 20 bis 100 cm langen Stängel eine weiße Blüte trägt. Sie zählt zu den ältesten Kulturpflanzen des Menschen überhaupt und wird bereits seit über 5000 Jahren angebaut. Die Kultivierung durch den Menschen geht so weit zurück, dass keine wildwachsenden Populationen mehr bekannt sind. Somit kann die eigentliche Heimat der Zwiebel nicht mehr mit Sicherheit bestimmt werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie ursprünglich aus den Regionen Mittelasiens stammte.

Die Bezeichnung Zwiebel wird umgangssprachlich zumeist für die gesamte Pflanze verwendet, obwohl botanisch streng genommen lediglich das Speicherorgan den Namen Zwiebel trägt – übrigens auch bei anderen Pflanzen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Heilpflanzen wird die Zwiebel frisch und nicht wie sonst üblich getrocknet und als Teeaufguss oder alkoholischer Extrakt verwendet. An dieser Stelle sollen kurz zwei Inhaltsstoffe der Zwiebel vorgestellt werden.
Zunächst einmal eine schwefelhaltige Aminosäure mit dem Namen Isoalliin; diese ist verantwortlich für die tränenden Augen beim Zwiebelschneiden. Bei der Zerstörung der Zellwände – wie es während des Schneidens geschieht – wird Isoalliin unter anderem in einen Schleimhaut reizenden Stoff gespalten, der verdunstet und in die Augen gelangt. Diese dabei entstehenden Stoffe sind auch für den Geruch und den nach dem Genuss oftmals recht penetranten Mundgeruch verantwortlich.
Weiterhin findet sich der Zucker Rhamnose, der im menschlichen Dünndarm nicht aufgenommen wird. Im sich anschließenden Dickdarm wird die Rhamnose von der Darmflora „angeknabbert“ wobei es zu einer verstärkten Gasbildung und somit zu Blähungen kommt.

Therapeutisch wird die Zwiebel – wie bereits erwähnt – aufgrund ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften verwendet. Weiterhin kann sie positive Effekte auf die Blutfettwerte zeigen. Auch in der Homöopathie findet die Zwiebel als ein sehr beliebtes und gängiges Arzneimittel Einsatz. Als „Allium cepa“ verwendet man die Zwiebel in verschiedenen Potenzen beispielweise – dem homöopathischen Grundsatz folgend – bei Fließschnupfen. Am häufigsten gebraucht man die Zwiebel jedoch in der Küche. Früher war sie ein günstiges Lebensmittel, das selbst Ärmste im eigenen Garten anbauen und somit ihren kargen Speiseplan um diese durchaus vitaminreiche (Vitamin C!) Pflanze aufstocken konnten.

Sollten Sie nach dem Genuss von zu viel Zwiebeln Probleme mit Ihrem Verdauungstrakt haben, so empfehlen wir unsere Jacobus-Schwedenkräuter!

Foto: sigrid rossmann / pixelio.de

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