Vitamin D

Betritt man derzeit eine deutsche Apotheke, liest in einer Illustrierten oder schaut sich ein Gesundheitsmagazin im Fernsehen an, kann man glauben, die Wissenschaft hat ein neues Wundermittel entdeckt: Vitamin D. Sogar in gängigen Internetsuchmaschinen wird der Begriff „Vitamin“ mit dem Buchstaben „D“ vervollständigt. Erkältungsmittel zu Stärkung des Immunsystems, Multivitaminpräparate und natürlich Mineralstoffmittel zur Behandlung von Osteoporose weisen alle auf ihren Gehalt an Vitamin D hin.

Was aber ist Vitamin D und wofür benötigt unser Körper diesen Stoff? Vitamin D zählt neben den Vitaminen A, E und K zu den fettlöslichen Vitaminen. Streng genommen gibt es nicht ein Vitamin D, sondern eine Gruppe von verschiedenen Stoffen, deren Bedeutung für die Regulierung des Calciumhaushalts und der Mineralisation von Knochen schon lange bekannt sind. Für den menschlichen Körper von größter Bedeutung sind hierbei Vitamin D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol).

Eigentlich handelt es sich noch nicht einmal um Vitamine. Im Körper stellen sie einen Vorläufer von Hormonen dar. Vitamin D kann auf der einen Seite über die Nahrung zugeführt werden. Besonders reich an Vitamin D sind so genannte Fettfische, also z. B. Hering, Sprotte, Lachs, Makrele und Aal. Die meerlebenden Fettfische enthalten zusätzlich die ernährungsphysiologischen wertvollen Omega-3-Fettsäuren.

Auf der anderen Seite ist der Mensch in der Lage, Vitamin D selber zu produzieren. Hierzu wird eine in der Haut vorkommende Vorstufe (7-Dehydrocholesterol) unter dem Einfluss von UV-B-Strahlen aus dem Sonnenlicht zu Vitamin D. Am besten treffen die UV-B-Strahlen hierzu direkt auf die Haut; Wolken, Schatten, Fensterscheiben, Kleidung und Sonnencreme vermindern die Vitamin D-Produktion deutlich. Ein schöner Sonnentag im Freien genossen, kann die Produktion von bis zu 20.000 I.E. Vitamin D (40 I.E. Vitamin D 1 µg) ermöglichen. Allerdings kann auf diese Weise auch zusätzlich ein ordentlicher Sonnenbrand entstehen. Der menschliche Körper ist dann in der Lage, den entstehenden Stoff in die aktive Form zu überführen und sogar für mehrere Wochen zu speichern.

Seit langem ist bekannt, dass die Aufgaben von Vitamin D sich nicht auf den Knochenstoffwechsel beschränken lassen, sondern vielfältig sind. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen und häufig wiederkehrende Infekte können im Zusammenhang mit einem Vitamin D-Mangel stehen.

Aber müssen wir jetzt alle Vitamin D ergänzen? Sicherlich kann man davon ausgehen, dass nicht jeder Mensch in Deutschland einen Mangel an Vitamin D hat, obwohl unser Wetter nicht immer das Beste ist. Bekannt ist, dass die Versorgung von älteren Menschen oftmals unzureichend ist. Um ganz sicher zu gehen, kann man – oftmals auf eigene Kosten – den Status bestimmen lassen und dann in Rücksprache mit dem Arzt Vitamin D ergänzen. Zusätzlich sollte natürlich auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden.

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Eine Reaktion zu “Vitamin D”

  1. Frank Mesters

    In der Tat ist ein Vitamin-D Mangel besonders bei Kindern zu beobachten, da man Kinder oft vor Sonne, Wind und Wetter schützt aber gerade in der Wachstumsphase ist ein ausreichender Vitamin D Spiegel wichtig. Für Kinder wird oft das reine Vitamin D3 in Form des einfach zu dosierenden Vigantolöls vom Arzt verschrieben.

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