Schwanenblume

Die Schwanenblume wurde für das Jahr 2014 von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zur Blume des Jahres ausgewählt. Es handelt sich – wie die ausgewählten Blumen der Vorjahre – erneut um keine typische Arznei- oder Heilpflanze. Dennoch wollen wir auch die Schwanenblume an dieser Stelle kurz vorstellen.

Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) ist ein Bewohner der Flussauen und der Marsch. Sie besitzt bis zu anderthalb Meter hohe doldige Blütenstände mit bis zu 30 einzelnen Blüten. Diese blühen von Juni bis August in weiß, rosa oder rot gezeichnet. Die Laubblätter stehen grundständig als Rosette Ihren Namen trägt die Schwanenblume, da der gebogene Griffel, der in der Blüte auf dem Fruchtknoten zu erkennen ist, an einen ebensolchen Schwanenhals erinnert. Weitere regionale Namen sind unter anderem Storchenblume, Wasserviole und Wasserliesch. Nach erfolgreicher Bestäubung durch Bienen, Hummeln, Fliegen und Schwebfliegen reifen Früchte heran, deren Samen schwimmend zu neuen Ansiedlungsorten treiben können.

Als Bewohnerin der Flussauen von Elbe, Rhein und Oder ist die Schwanenblume an Überschwemmungen und Hochwasser gewöhnt und angepasst. Streng genommen benötigt sie sogar regelmäßige Überschwemmungen, so dass als Hauptgrund für ihren drastischen Rückgang intensive Hochwasserschutzmaßnahmen, Entwässerung und Flussausbau gelten. Deshalb steht die Schwanenblume auf der nationalen Vorwarnliste der bedrohten Arten.

Ihr schönes Aussehen und ihre pflegeleichte Haltung macht sie zu einer beliebten Gartenstaude rund um einen Gartenteich. Obwohl die Schwanenblume – wie oben erwähnt – keine Arznei-oder Heilpflanze ist, hat sie dennoch eine Vergangenheit als solche. Früher wurden Rhizom und Samen innerlich zur Behandlung von Wassersucht und äußerlich als „auflösendes, kühlendes und erweichendes Mittel“ angewandt. Das Rhizom ist aufgrund seines hohen Stärkeanteils von bis zu 60 Prozent essbar und wird in einigen asiatischen Regionen zur Gewinnung von Mehl und zum Backen von Brot verwendet. Die Stängel wurden früher zum Flechten von Körben benutzt.

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