Leinsamen

Nachdem wir uns hier im Blog mit dem Flohsamen beschäftigt haben, geht es im aktuellen Beitrag um den „großen Bruder“ des Flohsamens den Leinsamen. Leinsamen ist eine bedeutende Kulturpflanze, die zur Faser- und auch Ölgewinnung von großem Interesse ist. Aufgrund der Zusammensetzung des Leinöls mit seinem hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren stellt es ein für die menschliche Ernährung sehr hochwertiges Öl dar. Unter anderem aus diesem Grund war Leinsamen die Heilpflanze des Jahres 2005.

Leinsamen (Linum usitatissimum) ist eine einjährige bis zu einen Meter hohe Pflanze. Sie besitzt eine nur bei Sonnenschein geöffnete himmelblaue Blütenkrone und schmale unbehaarte Blätter. Bei den Früchten handelt es sich um hellbraune Kapseln, die mehrere Samen enthalten. Leinsamen sind flache, eiförmige, lackartig glänzende Samen mit einer Länge von 4-6 mm, einer Breite von 2-3 mm und einer Dicke von etwa 1 mm. Unzerkleinerter Leinsamen ist geruchslos; sein Geschmack ist mild ölig und beim Kauen schleimig.

Leinsamen gilt als eine der weltweit ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Die bedeutendsten Lieferländer heutzutage sind Marokko, Argentinien und Belgien. Leinsamen wird zur Faser- und Ölgewinnung und zur Gewinnung der arzneilich verwendeten Samen angebaut.

Die Hauptinhaltsstoffe sind Schleimstoffe, die in der Schale lokalisiert sind. In Wasser quellen die Samen stark und sind innerhalb kürzester Zeit von einer dicken, farblosen Schleimschicht umgeben. Etwa 100 g Leinsamen haben eine Wasserbindungskapazität von 1600 bis 3000 g – was enorm ist. Daneben enthält Leinsamen Ballaststoffe (Cellulose und Hemicellulose), etwa 30 bis 45 % fettes Öl sowie Proteine.

Ebenso wie Flohsamen werden Leinsamen eingesetzt zur Behandlung von Verstopfung und Erkrankungen, die eine erleichterte Darmentleerung erfordern, hierzu zählen z. B. Hämorrhoiden und Analfissuren. Eine Verwendung als Abführmittel in der Schwangerschaft ist ebenfalls möglich. Zusätzlich kann man Leinsamen zur Linderung bei Magen-Darm-Beschwerden nutzen.

Untersuchungen zeigen zusätzlich, dass durch die Einnahme der Anstieg des Blutzuckers nach Mahlzeiten (postprandiale Hyperglykämien) abgemildert sowie eine Senkung des Gesamtcholesterins und des LDL-Cholesterins erreicht werden kann. Um die positiven Effekte zu nutzen, werden zwei- bis dreimal täglich 1 Esslöffel voll (ca. 10 g) der unzerkleinerten Samen zusammen mit einer großen Menge an Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme muss immer mit ausreichend Flüssigkeit – am besten gewöhnlichem Leitungswasser – erfolgen, denn sonst drohen Verstopfung und im schlimmsten Fall ein Darmverschluss. Zur Behandlung von Magen-Darm-Entzündungen nimmt man etwa dreimal täglich einen mit 150 ml Flüssigkeit und einem Esslöffel Leinsamen zubereiteten Schleim zu sich.

Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass die Einnahme zeitversetzt im Abstand von etwa einer Stunde zu Arzneimitteln erfolgen soll, da es ansonsten zu Wechselwirkungen kommen kann. Verwendet man geschrotenen – also zerkleinerten – Leinsamen, so gilt es zu beachten, dass es sich durch den Gehalt an fettem Öl um eine hochkalorische Therapie handelt. Darüber hinaus wird geschrotener Leinsamen ebenfalls durch den Gehalt an Öl schneller ranzig.

Auch bei der Verwendung von Leinsamen empfiehlt sich zusätzlich, um Ihren Darm gesund und leistungsfähig zu erhalten, die Einnahme von unseren Schwedenkräuter- und Schwedenbitter-Produkten!

 

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