Mönchspfeffer

Die Früchte des Mönchspfeffers, der auch Keuschlamm genannt wird, sind neben der Traubensilberkerze das Phyto-Arzneimittel für die Frau. Während die Traubensilberkerze für die Frau in den Wechseljahren wirksame Dienste leistet, lindert der Mönchspfeffer Beschwerden rund um den Menstruationszyklus. Sein pharmazeutischer Einsatz geht bereits auf die Zeit der alten Griechen zurück.

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist ein bis zu 6 Meter hoher sommergrüner Strauch mit hellbraunen Zweigen. Er trägt fingerförmige, langgestielte Blätter und kleine, blau-violette, rosafarbene oder weiße Blüten, die in ährenartigen Blütenständen zusammengefasst sind und erst spät von Juli bis September blühen. Heimisch ist der Mönchspfeffer im gesamten Mittelmeergebiet bis nach Westasien; MönchspfefferArzneipflanzen stammen überwiegend aus Albanien und Marokko. Pharmazeutisch verwendet werden die reifen, getrockneten Früchte. Diese sind etwa 3 bis 5 Millimeter groß, braun bis olivschwarz und länglich-rund bis kugelig. Die Früchte besitzen einen aromatischen, salbeiartigen Geruch und einen scharfen, pfefferartigen Geschmack. Aus diesem Grund wurden die Früchte zeitweise als Pfefferersatz verwendet. Hauptinhaltsstoffe sind ätherische Öle, Iridoiglykoside, Flavonoide und Fettsäuren, die im Zusammenspiel die untersuchten und beschriebenen Wirkungen erzielen.

Im Mittelalter wurden die Früchte als Anaphrodisiakum – also als Mittel zur Unterdrückung des Geschlechtstriebs – verwendet und sollten Mönchen und Nonnen die Einhaltung des Keuschheitsgelübdes erleichtern. Hieraus resultieren auch die Namen Mönchspfeffer und Keuschlamm. Der Gattungsname vitex deutet auf die Verwendung der noch nicht verholzten Triebe zum Flechten von Flechtwerk hin. Heutzutage liegt das Hauptanwendungsgebiet im Bereich von Zyklusanomalien, also z. B. zu häufiger, zu seltener oder fehlender Regelblutung. Zusätzlich verwendet man Mönchspfeffer zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms (PMS), das unter anderem durch Kopfschmerzen, Nervosität, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und Spannung in der Brust charakterisiert wird. Wir empfehlen Ihnen hier zusätzlich die Anwendung von Mitchellando Jacobus.

Eingesetzt werden wässrig-alkoholische Extrakte der Mönchspfeffer-Früchte, die entweder flüssig oder als Tabletten oder Kapseln in der Apotheke erhältlich sind. Für eine erfolgreiche Wirkung ist die regelmäßige, tägliche Einnahme über mindestens drei Monate notwendig. Als Tagesdosis werden 30 bis 40 Milligramm eines standardisierten Extraktes empfohlen.

Foto: ds  / pixelio.de

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