Das Leberblümchen – Blume 2013

Das Leberblümchen, das für das Jahr 2013 von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zur Blume des Jahres ausgewählt wurde, ist – wie die ausgewählten Blumen der Vorjahre – keine klassische Arznei- oder Heilpflanze. Immerhin trägt das Blümchen einen „medizinischen“ Namen, und es wurde tatsächlich im Mittelalter als Arzneipflanze eingesetzt. Der Tradition folgend, stellen wir Ihnen auch die Blume des Jahres 2013 an dieser Stelle kurz vor.

Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) trägt seinen deutschen Namen, da seine Blattform an eine menschliche Leber erinnert. Aufgrund der blau-violetten, sternförmigen Blüten wird es allerdings auch Blaublume genannt. Weitere Namen sind ebenfalls gebräuchlich, so z. B. Vorwitzchen – wegen der frühen Blütezeit im März bis April. Die Blume ist mehrjährig und erreicht eine Höhe von etwa 5 bis 15 Zentimeter. Sie trägt grundständige, dreilappige Blätter und blau-violette Blüten. Heimisch ist das Leberblümchen in den Laubwäldern der Nordhalbkugel, also in Europa, Nordamerika und Ostasien. Man trifft je nach Region unterschiedliche geographische Rassen der Pflanze. In Deutschland ist die Verbreitung auf das Alpenvorland, die Alpen und das Tiefland östlich der Weser begrenzt.

Als Gartenpflanze war das Leberblümchen – etwa in der Biedermeierzeit – dank seiner schönen Blüten sehr beliebt. Da es jedoch gewisse Ansprüche an seinen Standort stellt, findet man es heute nur sehr selten in Gärten. Das Leberblümchen ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe schwach giftig und kann nach Hautkontakt zu Reizungen wie etwa Rötung, Juckreiz oder sogar Blasenbildung führen. Beim Trocknen der Pflanze findet eine chemische Umwandlung der Giftstoffe statt, und das Leberblümchen wird praktisch ungiftig. Nichtsdestotrotz verwendete beispielweise Paracelsus die Pflanze bei Erkrankungen von Leber und Galle. Ausschlaggebend für die Verwendung war die leberartige Form der Blätter. Heutzutage findet das Leberblümchen Anwendung in der Homöopathie zur Behandlung von Lebererkrankungen und Bronchitis.

Foto: manni66 / pixelio.de

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