Schwedenbitter: Ein Hamburg-Krimi

Eine Villa im Hamburger Süden und darin zwei tote Amerikaner. Außerdem: ein schnüffelnder Ex-Kommissar, ein paar sehr höfliche Autonome, eine durchgeknallte Schwedin, Immobilienhaie, eine Freundin, die vielleicht ein Kind bekommt, ein schnöseliger Kollege – und überall der mafiose Behördensumpf. Mittendrin stapft Staatsanwältin Chas Riley durch den Novembernebel und braucht all ihre Kraft, um nicht darin unterzugehen.

Es ist November in Hamburg und die nasse, eisige Nebelfront des Herbstes hat die Elbstadt fest im Griff. Kettenraucherin Chas bekommt das Wetter gar nicht gut, sie wird von einem schlimmen Husten geplagt: „Alle paar Minuten kommt ein hässlicher Hofhund aus meinen Lungen gekrochen, und der rasselt beim Bellen ziemlich übel mit der Kette.“ Sie „sieht aus wie ein verdammtes Gespenst“ und fühlt sich, als wäre sie „notdürftig aus Butterbrotpapier zusammengebastelt. Ein schlechtes Staatsanwältinnen-Origami.“

Doch anstatt sich ins Bett zu legen, schleppt sich Chas durch den Novembernebel und versucht, den Mord an zwei alten Amerikanern in Hamburg-Süd aufzuklären. Gemeinsam mit Kommissar Calabretta, dem „lupenreinen Spaghetti“, und seinem neuen Kollegen Bülent Inceman, der aussieht „wie ein Touareg-Prinz, der heute morgen aus Versehen in einen Anzug gesteckt worden ist“, kommt sie den korrupten Machenschaften der Baubehörde auf die Spur. Doch die mafiösen Strukturen der Immobiliengeschäfte werden von oberster Stelle gedeckt und in Chas’ Bauch liegt „eine Splitterbombe kurz vor der Explosion.“

Chas sind die Hände gebunden und so bleibt der toughen Staatsanwältin nicht viel übrig, als ihren Frust in Currywurst und Bier zu ertränken. Denn die „hinterfotzigen“ Profitgeier pflügen ihre Stadt um: „Die walzen alte Strukturen platt, lassen aber nichts Neues entstehen außer Geld. Das sind Seelenfresser.“

Alexandra Plath für www.droemer-knaur.de

Autorenportrait:

Simone Buchholz, geboren 1972, wohnt mit Mann und Sohn im Herzen von Hamburg. In ihrem Krimi-Debüt „Revolverherz“ hatte Chas Riley, die Staatsanwältin mit dem seltsamen Namen, ihren ersten fulminanten Auftritt und begeisterte Leser und Journalisten gleichermaßen. Mit „Knastpralinen“ folgte der zweite, mit „Schwedenbitter“ nun der dritte Streich.

Hier Leseprobe und Bestellmöglichkeit.

Einen Kommentar schreiben

Bitte vor dem Abschicken des Formulars ausfüllen! * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen

* *