Würmer

Der menschliche Körper wird von den verschiedensten „Untermietern“ bewohnt: Viren, Bakterien und Pilzen. Diese leben in und auf uns – soweit, so gut. Nehmen sie Überhand, so müssen sie mit den entsprechenden Medikamenten in Schach gehalten werden. Eingesetzt werden Arzneimittel gegen Viruserkrankungen (Virustatika), gegen Bakterien (Antibiotika) und gegen Pilze (Antimykotika). Werden diese Mitbewohner jedoch größer und sind mit dem bloßem Auge zu erkennen, so breitet sich bei den meisten Lesern beim Gedanken daran Unbehagen aus. Neben der bereits beschriebenen Infektion mit Läusen oder Krätzmilben, ist auch die Ansteckung mit Würmern keine angenehme Vorstellung. Für viele mutet der Befall mit Würmern an wie eine Erkrankung aus dem Mittelalter; doch weit gefehlt. Heutzutage müssen auch in Deutschland nach wie vor regelmäßig Wurmmittel vom Arzt verordnet werden.

Würmer sind mehrzellige Organismen, die über ausdifferenzierte Organe und ein Nervensystem verfügen. Sie begleiten den Menschen schon seit seiner Entstehung. Würmer vermehren sich auf sexuellem Weg und bilden dabei Eier und Larven. Diese verlassen den menschlichen bzw. tierischen Körper und verbreiten sich somit weiter. Das Verlassen des Körpers erfolgt in den meisten Fällen über den Stuhl. Sichtbar sind im Stuhl manchmal sowohl die Eier als auch Teile der Würmer.

WurmManche Wurmarten haben im menschlichen Körper optimale Lebensbedingungen, nämlich dann wenn der Mensch der Endwirt ist. In anderen Fällen findet eine Infektion des Menschen versehentlich statt, und eine Vermehrung erfolgt nicht. Weltweit sind Millionen von Menschen mit Würmern infiziert; in Mitteleuropa finden sich überwiegend Spul- Maden- und Bandwürmer. Die Infektion des Menschen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Zunächst kann durch den Verzehr von kontaminierten Fleisch oder Fisch, das nicht ausreichend gegart oder sogar roh verzehrt wird, die Übertragung stattfinden. Dies beobachtet man z. B. beim Rinder- oder Schweinebandwurm.

Daneben ist auch eine Ansteckung über Wurmeier möglich, die beispielsweise ein anderes Lebewesen ausgeschieden hat. Hierzu zählt u. a. der Fuchsbandwurm, der z. B. beim Verzehr von unzureichend gewaschenen Waldfrüchten auf den Menschen übertragen werden kann. Während manche Wurminfektionen für den Menschen harmlos sind, stellen andere ein gesundheitliches Risiko dar. Eine Diagnose und Behandlung der Wurmerkrankung erfolgt durch den Arzt mit entsprechenden Medikamenten (Anthelminthika). Glücklicherweise sind die in unseren Breiten möglichen Infektionen gut zu therapieren und können ohne Folgen mühelos ausheilen. Wurminfektionen in anderen Regionen der Erde stellen häufig größere Probleme dar.

Die wichtigsten Maßnahmen als Schutz vor einer Infektion sind folgende:

  1. Fleisch und Fisch nur roh verzehren, wenn die Qualität eindeutig belegt ist. Ansonsten gilt, diese Lebensmittel ausreichend hoch zu erhitzen.
  2. Selbst angebautes oder gesammeltes Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen.
  3. Haustiere wie Hund und Katze regelmäßig durch den Tierarzt entwurmen lassen.

Beachtet man diese Punkte, so wird eine Infektion für die meisten Menschen tatsächlich eine Krankheit aus dem Mittelalter bleiben!

Foto: Uwe Drewes  / pixelio.de

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