Prostataprobleme – Teil 2

Nachdem wir Ihnen die Prostata bereits vorgestellt haben, möchten wir im nun Folgenden weitere Erkrankungen dieses kleinen Organs genauer beleuchten. Neben der gutartigen Prostatavergrößerung, unter der sehr viele Männer mit zunehmendem Alter leiden, kann sich die Prostata auch entzünden oder sogar zu bösartigen Wucherungen und somit zu Prostatakrebs führen. Schauen wir uns die kastaniengroße Drüse also noch einmal an, zunächst die Prostataentzündung.

Wie bereits erwähnt erkrankt etwa jeder zweite Mann im Laufe seines Lebens einmal an einer Prostataentzündung (Prostatitis). Man unterscheidet hierbei – wie so oft – eine akute und eine chronische Form.

Die akute Form entsteht größtenteils durch eine Infektion der Prostata mit Bakterien. Bei diesen Bakterien handelt es sich in den meisten Fällen um Escherichia coli, die aus dem Darm stammen. Sie befallen zunächst die Harnwege, ehe sie den Weg zur Prostata nehmen. Bleibt diese akute bakterielle Prostatitis unbehandelt, entwickelt sich oft eine chronische Form daraus.

Die Behandlung der bakteriellen Formen beruht auf einer klassischen Antibiotika-Therapie. In vielen Fällen jedoch zeigen die Betroffenen eine chronische Prostataentzündung, für die sich keine eindeutige Ursache festmachen lässt. Bakterien können zwar auch in diesem Fall der Auslöser gewesen sein, so z. B. eine Infektion mit Chlamydien, die beim Geschlechtsverkehr übertragen wurden, aber in sehr vielen Fällen lassen sich keine Bakterien mehr nachweisen.

Ebenso können anatomische Besonderheiten wie verengte Harnwege mit zur Symptomatik beitragen. Patienten klagen bei der Prostataentzündung über vielfältige Beschwerden. Ähnlich einer Blasenentzündung ist das Wasserlassen schmerzhaft und brennt. „Mann“ muss häufiger zur Toilette, oftmals auch nur für kleine Urinmengen. Manchmal sind die Schmerzen zusätzlich beim Stuhlgang im Dammbereich zu verspüren. Ein Ausstrahlen der Schmerzen ist daneben in den Rücken, den Unterleib sowie Penis und Hoden möglich.

Probleme gibt es manchmal beim Geschlechtsverkehr, mit einer erschwerten Erektion oder Ejakulation. Einige Patienten zeigen sogar Blut im Ejakulat. Darüber hinaus beobachtet man bei der akuten Form der Entzündung nicht selten Fieber und Schüttelfrost.

Die Behandlung der chronischen Prostatitis wird in vielen Fällen mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Arzneimitteln betrieben. Verschreibungspflichtige Arzneimittel, die zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung eingesetzt werden, zeigen hier ebenfalls bei vielen Männern eine Wirkung. Neben diesen chemischen Arzneimitteln spielen pflanzliche Medikamente eine wichtige Rolle in der Behandlung; hierzu zählen z. B. Kürbissamen, Sägepalmfrüchte und die Brennnesselwurzel.

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