Die Milz

Die Milz ist eines der Organe, dessen sich die meisten ihrer Besitzer nicht bewusst sind und das viele nur vom Namen kennen. Sie macht normalerweise keine Probleme oder Schmerzen und fällt auch sonst nicht weiter auf. Sie zählt sogar zu den Körperteilen, die man ohne schwerwiegende Probleme entfernen kann und nicht ersetzen muss – im Gegensatz etwa zu Leber oder Niere. Ein Leben ohne Milz ist also möglich – aber warum haben wir sie denn dann überhaupt?

Die Milz ist etwa 150 g schwer, 11 x 7 x 4 cm groß und liegt im linken Oberbauch unterhalb des Zwerchfells in etwa der Höhe der 9. bis 11. Rippe. Die Milz ist von einer derben Bindegewebskapsel umgeben. Dieses Bindegewebe zieht in festen Balken auch in das Innere des Organs. Im Querschnitt lässt sich dunkelrotes Gewebe erkennen (rote Pulpa), das von kleinen weißen Knötchen (weiße Pulpa) durchsetzt ist. Die unterschiedlichen Gewebearten kommen verschiedenen Aufgaben nach.

Die Milz ist das größte lymphatische Organ des menschlichen Körpers. Sie erfüllt vielfältige Aufgaben im Rahmen der Infektabwehr. Sie dient u. a. zur Vermehrung der zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) zählenden Lymphozyten. Daneben ist sie ein wichtiger Speicherort für die Monozyten, die ebenfalls zu den weißen Blutkörperchen gerechnet werden. Zusätzlich ist sie zuständig für die Blutmauserung, hierunter versteht man die Aussortierung überalterter roter Blutkörperchen (Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten).

Vor der Geburt spielt die Milz zusätzlich eine wichtige Rolle bei der Blutbildung. Wie bereits erwähnt, fällt die Milz im Körper meist nicht weiter auf, d. h. schwerwiegende Erkrankungen oder Probleme sind selten. Gefährlich kann es jedoch werden, wenn die Milz bei einem stumpfen Bauchtrauma etwa bei einem Unfall oder bei Stichverletzungen oder Rippenbrüchen verletzt wird. Die Milzruptur – also ein Riss der Milz – stellt eine lebensbedrohliche Situation dar, da der Betroffene droht, zu verbluten. In einem solchen Fall muss die Milz operativ entfernt und die Blutung gestoppt werden. Da es sich nicht um ein absolut lebensnotwendiges Organ handelt, können andere Teile des Körpers in einem solchen Fall die Aufgaben der Milz übernehmen, so dass für einen Betroffenen normalerweise dadurch keine Nachteile oder gesundheitliche Probleme entstehen. Weiterhin kann die Milz auch Anzeichen einer Entzündung aufweisen, die so genannte Splenitis.

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