Aber was passiert bei einem Schlaganfall eigentlich und was kann man dagegen tun? Unter einem Schlaganfall versteht eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn, mit der Folge, dass die entsprechenden Nervenzellen in dem betroffenen Gebiet zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe erhalten und absterben. Man kann als Ursache für die Durchblutungsstörungen in der Regel zwei unterschiedliche Erkrankungsformen unterscheiden. Zunächst einmal ist hier der ischämische Infarkt zu nennen, der mit ca. 80% den Großteil der Schlaganfälle ausmacht und mit einem Herzinfarkt zu vergleichen ist – nur das sich das Ganze im Gehirn abspielt. Das soll heißen, bei einem ischämischen Schlaganfall kommt es zu einem Gefäßverschluss durch Arteriosklerose (also „Arterienverkalkung“) oder durch die Einschwemmung eines Blutgerinnsels. Risikofaktoren für die Arteriosklerose sind z. B. Bluthochdruck, Rauchen, erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes.
Die zweite Form des Schlaganfalls stellt die Hirnblutung dar, die durch ein geplatztes Blutgefäß entsteht. Ursachen für ein Platzen der Blutgefäße sind in erster Linie in einem erhöhten Blutdruck und ebenfalls in durch Arteriosklerose geschädigten Blutgefäßen zu sehen.
Um einem Schlaganfall ebenso wie einem Herzinfarkt vorzubeugen, gilt es, Arteriosklerose durch eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung und viel Bewegung zu verhindern. Ein Bluthochdruck und ein Diabetes mellitus Typ 2 lassen sich hierüber ebenfalls positiv beeinflussen. Vom Arzt verordnete Tabletten zur Blutdrucksenkung sollten regelmäßig eingenommen werden; und zum schädlichen Rauchen braucht an dieser Stelle sicherlich nichts weiter erwähnt werden. In Deutschland erleiden ca. 200.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall, er stellt die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar und wird er überlebt, dann bleiben über 70% der Betroffenen langfristig behindert und z. T. pflegebedürftig.
Tags: Gehirn, Kopf, Volkskrankheit
Der Beitrag wurde
am Donnerstag, den 14. Mai 2009 um 19:00 Uhr veröffentlicht
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