Magen-Darm-Grippe, wenn’s mal wieder durchläuft
Wer kennt sie nicht die alljährlichen Schlagzeilen – gerade in der Winterzeit – zum Thema Norovirus. Aber warum kann die Infektion mit dem Norovirus oder mit einem anderen Erreger einer Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) so gefährlich werden? Nicht selten sterben insbesondere Kleinkinder und ältere Menschen jedes Jahr bei solchen Epidemien.
Problematisch werden die häufigen Darmentleerungen, die laut Definition mehr als dreimal täglich erfolgen und durch ungeformten Stuhl charakterisiert sind, durch den enorm großen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Diese Verluste führen dann als Folge zu einer Austrocknung und zu Krämpfen, was schließlich lebensbedrohlich werden kann.
An erster Stelle der Therapie steht deshalb der Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten, um die Austrocknung zu verhindern und den Kreislauf zu stabilisieren. Ist der Patient nicht mehr in der Lage, eine ausreichende Menge einer speziellen Elektrolytlösung zu sich zu nehmen, muss ihm diese in Form eines „Tropfes“ also intravenös zugeführt werden. Weltweit hat sich der Einsatz einer oralen Rehydratationslösung bewährt. Diese Lösung kann als fertiges Granulat in der Apotheke gekauft oder selbst hergestellt werden. Hierzu empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation folgende Zusammensetzung für einen Liter Wasser: 13,5 g Glucose + 2,9 g Natriumcitrat + 2,6 g Natriumchlorid + 1,5 g Kaliumchlorid.
Erst wenn eine solche Grundversorgung gewährleistet ist, kann über den Einsatz von speziellen Medikamenten zur Behandlung des Durchfalls nachgedacht werden.
Tags: Magen-Darm, Verdauung
Am 4. Dezember 2008 um 08:07 Uhr
Noroviren-Alarm: Trinkwasser macht krank!
Norovirus-Infektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst. In allen Gewässern kommen Viren vor. Unsere veralteten Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Noroviren bleiben in kälterem Wasser länger ansteckend als in wärmerem Wasser. Die Norovirus-Infektionen folgen dem Verlauf der Kälte in den Wasserleitungen. Lebensmittel haben das ganze Jahr über die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar. Also muss Trinkwasser die Norovirusinfektionen auslösen, bevor sie sich insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen ausbreiten können. Die Ultrafiltration kann Viren aus dem Trinkwasser filtern. Dabei entstehen zusätzliche Kosten von nur 0,50 € je Person und Monat. Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss Infektionsketten durchbrechen. Die Ultrafiltration würde die Kosten im Gesundheitswesen, die Lohnnebenkosten und die Ausfallzeiten am Arbeitsplatz reduzieren, auch bei anderen durch Trinkwasser übertragenen Infektionen. Auch die H5N1-Vogelgrippe kann mit dem Trinkwasser übertragen werden. Eine epidemiologische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar die saisonale Influenza durch das Trinkwasser ausgelöst wird.
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann, Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
soddemann-aachen@t-online.de
http://www.dugi-ev.de/nrhz_SOD_TW_HOEHN_20080924.pdf
http://www.springerlink.com/content/x6138263qn388085/
http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Maunula.pdf
http://www.dugi-ev.de/dbu_workshop_20081004.pdf
http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Soddemann.pdf
http://www.dugi-ev.de/information.html
Am 14. Dezember 2008 um 18:48 Uhr
Als kleine Info für vom Durchfall geplagte:
Fertige Elektrolytlösungen, die nur noch mit Wasser zubereitet werden müssen, kann man in jeder Apotheke z.B. unter den Namen Oralpädon, Elotrans oder Santalyt kaufen. Da die Lösungen nicht wirklich lecker schmecken, gibt es sie – insbesondere für Kinder – mit fruchtigem Geschmack.
Gute Besserung!
Am 17. Dezember 2008 um 20:16 Uhr
Ich hätte nur eine Anfrage kann man die Fertigen Schwedenkräuter in Tee geben und 3mal täglich trinken .
Vielen Dank
Gisela Engwicht
Am 18. Dezember 2008 um 22:36 Uhr
Natürlich kann man das fertige Elixier in Tee geben und trinken. Bei der Dosierung sollte man allerdings vorsichtig sein und nicht überdosieren. 1 Tasse abends reicht oft aus.