Salbei

Salbei zählt ebenfalls zu den Heilpflanzen, die sowohl in der Küche als auch in Medizin und Pharmazie nicht wegzudenken sind. Weitere Beispiele hierfür sind Rosmarin und Thymian. Salbei wird häufig zur Zubereitung von Fleisch- oder Wildgerichten verwendet, so z. B. bei Saltimbocca. Zusätzlich findet er im Lebensmittelbereich Einsatz, um das Ranzigwerden von Fetten in Fleischprodukten zu verzögern. Aber das ist längst nicht alles, wofür man Salbei verwenden kann. Die Behandlung von Schleimhautentzündungen mit Salbeiextrakten ist bereits seit Jahrhunderten bekannt. Im Mittelalter spielte in Essig eingelegter Salbei eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Pest.

Salbei wird pharmazeutisch in zwei genutzte Arten unterschieden, Salvia officinalis und Salvia triloba. Salvia triloba ist der dreilappige Salbei, der nicht ganz so populär ist, aber im Grunde die gleichen Anwendungsgebiete besitzt wie Salvia officinalis. Der lateinische Name Salvia leitet sich vom Verb „salvare“ ab, dies bedeutet „heilen, retten“ und erklärt den Stellenwert des Salbeis. Schon in der Antike und auch bei Hildegard von Bingen wurde Salbei deshalb vielseitig verwendet. Dieser ist eine etwa 70 cm hohe Pflanze und zählt zu den Halbsträuchern. Sie hat dicke graugrüne Blätter mit filziger Behaarung. Salbei blüht mit etwa 2 cm langen blauvioletten Blüten. Die Pflanze offenbart einen stark würzig-aromatischen Geruch und einen bitteren und zusammenziehenden Geschmack. Heimisch ist Salbei im Mittelmeergebiet, besonders im Adria-Raum. Von hier stammen daher auch sehr viele Gerichte, die Salbei verwenden.

Die Hauptinhaltsstoffe des Salbeis sind ätherische Öle und Gerbstoffe. Wässrige und alkoholische Salbeiblätterauszüge besitzen ein breites antimikrobielles Spektrum. Sie wirken gegen Bakterien verschiedenster Art, gegen Hefepilze (Candida albicans) und gegen Viren. Hieraus ergibt sich das Anwendungsgebiet bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut wie etwa Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündung, Rachen- und Kehlkopfentzündung und Mandelentzündung. Hierzu gurgelt man am besten mit Salbei-Tinktur oder Salbei-Tee und lutscht Salbeibonbons.

Die Monografien der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes, die sich mit der Bewertung von pflanzlichen Arzneimitteln beschäftigt haben, sehen den Salbei jedoch noch vielfältiger. Er eignet sich zusätzlich zur innerlichen Anwendung bei Magen-Darm-Beschwerden wie etwa Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsstörungen. Daneben wird sein Einsatz bei vermehrter Schweißbildung empfohlen.

Volksmedizinischwird Salbei zum Erleichtern des Abstillens eingesetzt, da es einen hemmenden Einfluss auf die Milchsekretion hat. Für die Zubereitung eines Salbeitees gilt, dass der Tee mindestens 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen wird.

Foto: Markus Leiter / pixelio.de

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