Koloquinte – die Heilpflanze 2012

Der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, gen. Paracelsus e.V. hat federführend durch eine Jury die „Heilpflanze des Jahres 2012“ wählen lassen. Herausgekommen ist die Koloquinte, deren Wahl folgendermaßen kommentiert wurde: „Die Koloquinte verdient es, aus ihrem Mauerblümchendasein befreit zu werden, denn die als Drastikum und giftig geschmähte Pflanze kann mehr als nur abführen.“
Die Koloquinte (Citrullus colocynthis) ist eine krautige zur Familie der Kürbisgewächse gehörende Pflanze, die bis zu 10 cm hoch wird, allerdings entweder kletternd oder niederliegend wächst. Sie ist in der Lage, einen Durchmesser von zwei Metern zu überwachsen. Sie besitzt gelbe Blüten, die im Mittelmeergebiet von Mai bis September blühen.

Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Nordafrika und Südwestasien. Man findet sie jedoch auch verwildert eben in Südeuropa, Indien und Australien. Aufgrund ihrer dicken fleischigen Wurzel kann sie Wasser speichern und lange Trockenzeiten überstehen. Ihre Früchte sind zunächst grün und färben sich mit zunehmender Reife gelb. Sie erreichen etwa die Größe eines Apfels und besitzen ein saftiges, bitter schmeckendes, weißes Fruchtfleisch.

Die Hauptinhaltsstoffe sind die Cucurbitacine, die den bitteren Geschmack ausmachen. Die Koloquinte besitzt viele weitere Namen, so z. B. Wilder Kürbis, Ziegenkürbis, Bittergurke, Bitterapfel und Purgiergurke. Purgieren ist ein aus dem Lateinischen stammender Begriff für Reinigen im Sinne von Abführen. Denn die Koloquinte wurde bereits im Altertum arzneilich verwendet und auch in Deutschland hat man sie als drastisches Abführmittel angebaut.

Darüber hinaus verwendete man sie volksmedizinisch aufgrund ihrer leberschützenden, entzündungshemmenden und antiallergischen Wirkung. Zusätzlich wurde sie bei Infektionen mit Würmern eingesetzt. Heutzutage spielt sie eine Rolle als homöopathisches Arzneimittel zur Behandlung von starken krampfartigen Schmerzen wie Bauchschmerzen, Menstruationsschmerzen, Schmerzen an den Harnorganen, aber auch Ischias- und Nervenbeschwerden.

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