Myrrhe (Commiphora molmol) [Upd.]

Die Heilpflanze gehört zu den Balsambaumgewächsen (Burseraceae).  Zur Gewinnung von Myrrhe werden verschiedene Commiphora-Arten verwendet, wie z. B. Commiphora molmol. Beheimatet sind diese u. a. in Eritrea, Somalia und dem Sudan. Es handelt sich um Sträucher oder kleine Bäume mit spitzen Sprossdornen.

Bei spontaner oder herbeigeführter Verletzung tritt aus der Rinde der Commiphora-Arten das an der Luft trocknende Gummiharz aus, die sogenannte Myrrhe. Diese liegt als unregelmäßige kleine Klumpen vor von gelber bis brauner Farbe. Sie schmeckt bitter-aromatisch, kratzt leicht und klebt beim Kauen an den Zähnen.

Die chemische Zusammensetzung von Myrrhe ist sehr komplex; man findet u.a. ätherisches Öl und Diterpensäuren.

Pharmazeutisch wird die alkoholische Tinktur der bitter schmeckenden und adstringierenden Myrrhe als antiseptisches und entzündungshemmendes Mittel zur äußerlichen Behandlung der Schleimhäute bei Mund- und Racheninfekten verwendet. Zahnfleischentzündungen oder Prothesendruckstellen lassen sich hiermit gut behandeln. Bei Erkältung erleichtert sie dem Betroffenen die Nasenatmung und das Abhusten.

Ferner ist die Myrrhe als blähungstreibendes Mittel (Karminativum) bekannt.

Bereits in der Bibel findet Myrrhe – als Gabe der Heiligen Drei Könige an den neugeborenen Jesus – als kostbarer Naturstoff Erwähnung. Heutzutage wird sie in der katholischen Kirche für Zeremonien ähnlich dem Weihrauch eingesetzt.

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