Moorlilie

Die Moorlilie, die für das Jahr 2011 von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zur Blume des Jahres ausgewählt wurde, ist – ebenso wie ihre Vorgängerin die Sibirische Schwertlilie – keine Arznei- oder Heilpflanze. Dennoch soll auch sie an dieser Stelle kurz vorgestellt werden.

Die Moorlilie (Narthecium ossifragum) trägt unter anderem die Namen Beinbrech, Schustermesser oder Stablilie. Der erste Teil ihres wissenschaftlichen Namens leitet sich aufgrund ihres Blütenstandes von dem griechischen Wort narthex für Rute oder Stab ab.

Der zweite Namensteil lässt sich mit „Knochen brechen“ bzw. Beinbrech übersetzen und rührt daher, dass Weidevieh nach dem Verzehr der Moorlilie unter Knochenerweichung leiden konnte. Früher gab man deshalb der Pflanze die Schuld an dieser Knochenerweichung; heute hat man andere Begründungen für die Symptome bereit. Die Moorlilie wächst auf einem sehr kalkarmen Heidemoor, so dass die kalk- und vitaminarme Ernährung des Viehs der Grund sein könnte. Eine andere Erklärung ist, dass das Moor selbst die Ursache ist für die Knochenbrüche, da die Tiere im nassen, tiefen Gelände einsacken und sich die Beine brechen.

Die Moorlilie ist eine etwa 10 bis 30 cm kleine, mehrjährige Pflanze. Die unteren Laubblätter der Moorlilie sind schwertförmig und erinnern an ein Schustermesser (Name! s.o.); die Blüten sind innen gelb und außen grün. Sie besitzt einen intensiven nelkenartigen Geruch und ist in Mittel- und Nordeuropa heimisch. In Deutschland wächst sie bevorzugt in der nordwestdeutschen Heideflora.

Die Pflanze gilt bundesweit als gefährdet und besonders schützenswert.

In der Medizin und Pharmazie spielt die Moorlilie keine Rolle.

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