Fliegenpilz, Steinpilz, Pfifferling und Champignon

Bedingt durch den regenreichen Juli, ist sie bereits in vollem Gang, die diesjährige Pilzsaison. Das möchten wir zum Anlass nehmen, einige Zeilen darüber zu berichten. Denn zunächst gilt zu beachten, dass von den etwa 6.000 heimischen Großpilzarten in Deutschland nur einige Hundert zum Verzehr geeignet sind. Während manche Pilze einfach ungenießbar, aber unschädlich sind, können andere Pilzarten schwerste Vergiftungen hervorrufen. Genannt werden soll an dieser Stelle bereits der Grüne Knollenblätterpilz, der die Rangliste der Pilzvergiftungen unangefochten anführt.

Bei Pilzen handelt es sich weder um Tiere noch um Pflanzen, sondern sie bilden ein eigenes Reich. Sie dienen dem Menschen seit jeher als Nahrungsmittel; dabei wird der Fruchtkörper des Pilzes verzehrt. Dieser macht jedoch meist nur den sichtbaren oberirdischen Teil aus, wohingegen man unter der Erde das Myzel findet, bei dem es sich um ein Geflecht winzig kleiner Fäden handelt, das dem Pilz zur Versorgung mit Nährstoffen dient und ihm Halt gibt.

Pilze können im Gegensatz zu Pflanzen keine Fotosynthese betreiben, also Sonnenlicht zur Energiegewinnung nutzen, da ihnen das dafür notwendige Chlorophyll fehlt.

Möchte man Pilze sammeln, so sind einige Spielregeln zu beachten. Zunächst gilt, nur wer über ausreichende Erfahrung oder Literatur verfügt, sollte tatsächlich „in die Pilze gehen“. Man sammelt Pilze am besten in einem großen Korb, damit sie einzeln liegen und nicht zerdrückt werden. Pilze schneidet man mit einem scharfen Messer kurz über dem Boden ab, ohne dabei das Myzel freizulegen. Einige Sorten stehen unter Artenschutz, wie etwa der Steinpilz, das bedeutet, dass man nur für den persönlichen Bedarf sammeln darf. Da Pilze relativ schnell schlecht werden und schimmeln, empfiehlt es sich, sie möglichst noch am gleichen Tag zu verarbeiten. Grundsätzlich gilt, Pilze sind sehr gesund, denn sie enthalten wenig Kalorien dafür aber Vitamine und Mineralien. Jedoch soll an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden, dass bereits ein einziger Grüner Knollenblätterpilz – der dem Champignon ähnelt – zu einer lebensbedrohlichen Leberschädigung führen kann. Der bereits im Titel genannte ebenfalls giftige Fliegenpilz schreckt glücklicherweise bereits durch sein Aussehen ab.

Bild: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

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