Löwenzahn

Der Löwenzahn ist eine Pflanze mit vielen Namen. Für beinahe jeden dieser Namen gibt es eine Erklärung, so z. B. Kuhblume, weil Kühe die Pflanze gerne fressen. Pusteblume, weil man die Früchte mit ihrer strahlenförmigen Haarkrone gut abpusten kann. Der Name Pissblume deutet auf die harntreibende Wirkung des Löwenzahns. Aber wie ist Name Löwenzahn selbst entstanden? Vermutlich heißt die Pflanze Löwenzahn, weil die gelbe voluminöse Blüte wie eine Löwenmähne aussieht und die gezackten Blätter so spitz sind wie Löwenzähne.

Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine robuste Pflanze, die bis zu 30 cm groß werden kann. Sie besitzt eine bodenständige Rosette mit den oben beschriebenen länglichen gezackten Blättern und oftmals mehreren leuchtend gelb blühende Blüten. Die Blüte sitzt auf einem hohlen Stängel, der bei Verletzung einen weißen Milchsaft freisetzt. Im Frühling leuchten viele Wiesen herrlich Gelb, da ein Löwenzahn neben dem anderen blüht. Nach einiger Zeit entwickeln sich an der Blüte kleine Schirmchen, an denen die Früchte hängen, die der Pflanze den Namen Pusteblume geben.

Löwenzahn wächst beinahe überall und wird in unseren Breiten zumeist als „Unkraut“ gesehen. Pharmazeutisch genutzt wird die Heilpflanze jedoch bereits seit Jahrhunderten; hierzu verwendet man die gesamte Pflanze inklusive der stark ausgeprägten Wurzel. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind zunächst die Bitterstoffe, die für die Appetit anregende, verdauungsfördernde und Gallenfluss anregende Wirkung zuständig sind. Darüber hinaus findet man einen hohen Gehalt an Kalium, der die harntreibende Wirkung erklärt. Weiterhin zeigt sich ein recht hoher Gehalt an Zucker (Inulin) in der Wurzel, die sich rösten und als Kaffee-Ersatz verwenden lässt.

Die Anwendungsgebiete sind demnach Appetitlosigkeit, dyspeptische Beschwerden, Störungen im Bereich des Galleabflusses sowie zur Unterstützung der Ausscheidungsfunktion der Nieren. Die getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteile werden mit kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben. Angeboten werden auch der Press-Saft sowie zahlreiche Kombinationspräparate und Teemischungen. Frische junge Blätter eignen sich außerdem hervorragend als Frühlingssalat.

Bild: Inge Lebang  / pixelio.de

Tags: , , ,

Einen Kommentar schreiben

Bitte vor dem Abschicken des Formulars ausfüllen! * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen

* *