Rosmarin

Ebenso wie viele andere Heilpflanzen (z.B. Thymian, Salbei) wird auch der Rosmarin in unzähligen Kochrezepten als Gewürz erwähnt. Gerade die mediterrane Küche kommt ohne Rosmarin kaum aus. Aber neben seinen Eigenschaften als Gewürzmittel besitzt der Rosmarin vielfältige pharmazeutische Wirkungen, die bereits seit Jahrhunderten bekannt sind. In etlichen mittelalterlichen Klöstern spielte der Rosmarin eine bedeutende Rolle und wurde zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner, stark duftender Strauch, der etwa einen Meter hoch werden kann. Heimisch ist der Rosmarin in vielen Mittelmeerländern, in denen er auch dementsprechend angebaut wird. Pharmazeutisch genutzte Ware stammt oftmals aus Spanien, Tunesien oder Marokko. Er besitzt schmale, fast nadelförmige Blätter, die an der Unterseite weißfilzig sind. Rosmarin blüht mit hell blauvioletten Blüten, die in den Blattachseln sitzen. Sein Geruch ist würzig und erinnert beinahe an Kampfer. Die Blätter haben einen herb-würzigen, leicht bitteren und teilweise etwas scharfen Geschmack.

Pharmazeutischen Einsatz finden die etwa 3 cm langen und bis 4 mm breiten getrockneten Blätter. Diese enthalten als wichtigsten Bestandteil ätherisches Öl, bestehend aus den Hauptkomponenten Cineol, Kampfer und Pinen. Desweiteren finden sich im Rosmarin Gerbstoffe und Flavonoide.

Rosmarin zeigt im Versuch eine antibakterielle und antivirale Wirkung, z.B. gegen den Herpes-Erreger. Zusätzlich werden antioxidative, krampflösende, leberschützende und galletreibende Effekte beschrieben. Angewendet wird Rosmarin innerlich bei jeglicher Art der dyspeptischen Beschwerden wie etwa Bauchschmerzen, Blähungen, Aufstoßen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Krämpfen oder Brechreiz. Diese volksmedizinische Verwendung wurde bereits etwa ab dem 16. Jahrhundert beschrieben.

Äußerlich angewandt eignet sich Rosmarin zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden und bei Kreislaufbeschwerden zur Unterstützung der Hautdurchblutung und zur allgemeinen Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion.

Als Dosierungsempfehlung werden für die innerliche Anwendung etwa 4 bis 6 g der getrockneten Blätter bzw. 10 bis 20 Tropfen des ätherischen Öls angegeben. Für die äußere Anwendung in Form von Vollbädern werden etwa 50 g der getrockneten Blätter empfohlen.

Bei der hier angegebenen Dosierung sind keine Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Gegenanzeigen bekannt. Lediglich Schwangere sollen auf die Anwendung von Rosmarin verzichten.

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