Migräne

Beinahe jeder hat schon einmal unter Kopfschmerzen gelitten, aber die Migräne stellt eine Sonderform dar, die glücklicherweise nicht jeden trifft. Medizinisch betrachtet gibt es über 180 verschiedene Kopfschmerzarten, die von leichten Beschwerden bis hin zu einem starken Krankheitsgefühl reichen. Die Migräne stellt eine dieser Kopfschmerzarten dar. Jedoch tritt auch die Migräne von Patient zu Patient und von Anfall zu Anfall mit unterschiedlichen Symptomen und unterschiedlicher Intensität auf.

Charakteristisch für die Migräne sind starke halbseitige Kopfschmerzen, die oftmals von Übelkeit und extremer Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet werden. Von solchen Anfällen betroffen sind etwa 15 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer. Manche trifft es ein- bis zweimal im Jahr, andere wöchentlich. Die Beschwerden können so stark sein, dass eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und damit auch am Arbeitsleben nicht möglich ist.

Auch wenn die genauen Abläufe bis ins kleinste Detail noch nicht geklärt sind, so hat die Wissenschaft dennoch konkrete Vorstellungen von dem, was bei einem Migräneanfall passiert. Es ist bekannt, dass Entzündungsbotenstoffe eine Weitstellung der arteriellen Blutgefäße im Gehirn bewirken und dies zu Schmerzimpulsen führt.

Als Auslöser des Anfalls kommen verschiedene Faktoren in Betracht, wie z.B. bei Frauen der Zyklus oder die Antibaby-Pille, bestimmte Lebensmittel (Käse, Rotwein), das Wetter, Stress und eine Veranlagung.

Zur Behandlung stehen gängige Schmerzmittel – wie etwa Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen – zur Verfügung. Oftmals findet man die bekannten Präparate in einer weiteren Ausführung mit dem Zusatz „Migräne“. Diese Arzneimittel enthalten zwar die gleichen Wirkstoffe, die auch bei anderen Schmerzen helfen, allerdings bewirken Zusätze eine bessere Aufnahme während des Anfalls.

Spezielle Migränetherapeutika, die so genannten Triptane, wirken nur bei einer Migräne und nicht bei gewöhnlichen Kopfschmerzen. Sie sind überwiegend verschreibungspflichtig, da bei ihrer Anwendung zusätzliche Aspekte im Vergleich zu den gängigen Schmerzmitteln zu beachten sind. In schweren Fällen können prophylaktisch verabreichte Mittel und Schulungen bzw. Kuren den Alltag eines Migränepatienten erleichtern.

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