Kürbis – Kürbiskerne

Der Kürbis hält wieder Einzug in den Geschäften und kündigt so langsam den Spätsommer an. An Halloween ist er nicht mehr wegzudenken – sei es künstlich aus Gips oder in Natura, um ihn ausgehöhlt auf das Fensterbrett zu stellen.  Und auch in der Küche hat der Kürbis heutzutage einen wichtigen Stellenwert, z.B. als Kürbissüppchen, Kürbiskuchen oder Kürbisauflauf.

Jedoch kann der Kürbis weitaus mehr als gefallen und schmecken. Pharmazeutisch spielen die Samen von Cucurbita pepo in der Behandlung von Prostata- und Blasenbeschwerden neben synthetischen Arzneimitteln eine wichtige Rolle.

Die Kürbispflanze bildet niederliegende bis zu 10 m lange Ranken mit großen 5-lappigen Blättern und zum Teil riesigen, kugeligen Früchten. Diese sind oftmals Anlass für die alljährlichen Wettbewerbe „Wer hat den größten Kürbis?“.

Die Früchte zählen zu den Beeren und enthalten in ihrem Inneren zahlreiche abgeflachte Samen, die so genannten Kürbiskerne. Diese Samen dienen zur Gewinnung von Kürbiskernöl, als Knabberei und wie bereits oben erwähnt zur Behandlung von Prostatabeschwerden und der Reizblase. Eine Vergrößerung der Prostata führt bei vielen Männern zu Problemen beim Wasserlassen. Diese äußern sich in vermehrtem – oftmals nächtlichem – Harndrang, ungewolltem Harnabgang und einer unvollständigen Entleerung der Blase.

Für die Wirkung auf Blase und Prostata verantwortlich sind Inhaltsstoffe, die zur Gruppe der Steroide zählen. Diese Substanzen zeigen eine große Ähnlichkeit mit den männlichen Geschlechtshormonen Testosteron und Dihydrotestosteron, so dass sie einen direkten Einfluss auf das Prostatagewebe haben. Männer, die Probleme beim Wasserlassen haben, sollten allerdings zunächst ihren Hausarzt aufsuchen, um ernstere Auslöser auszuschließen, bevor sie ein Präparat mit Kürbiskernen einnehmen. Wichtig bei der Einnahme ist die regelmäßige und ausreichend hoch dosierte Therapie über einen längeren Zeitraum. Stellt man beispielsweise nach 4- bis 6-wöchiger Einnahme eine Besserung fest, so kann das Präparat dauerhaft eingenommen werden. Jedoch sollten die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt oder Urologen dennoch nicht vernachlässigt werden.

Auch Frauen können beim Symptomenkomplex Reizblase von der Einnahme eines Kürbiskern-Präparates profitieren.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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